Nach dem Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 hat Fußball-Experte Mats Hummels (37) mit deutlicher Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) reagiert. Der frühere Weltmeister sprach bei MagentaTV nicht nur über die sportliche Lage, sondern auch über persönliche Spannungen, die seine Sicht geprägt haben.
Mats Hummels nennt persönliche Gründe für seine Haltung
Gerade diese Mischung aus Analyse und eigener Betroffenheit macht seine Aussagen brisant. Hummels stellte klar, dass für ihn eine Veränderung auf der Trainerposition naheliegt. Damit rückt die Debatte um die Zukunft des Bundestrainers erneut in den Mittelpunkt.
Der 37-Jährige machte offen, dass ihn die Vorgeschichte rund um die Heim-EM 2024 bis heute beschäftigt. Damals war der frühere Verteidiger von Borussia Dortmund von Nagelsmann nicht nominiert worden. „Ich bin natürlich von der Geschichte um die Heim-EM 2024 beeinflusst. (...) Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen“, sagte Hummels im TV.
Ein klärendes privates Gespräch habe es bis heute nicht gegeben. Deshalb, so schilderte er selbst, sei er emotional in eine bestimmte Richtung gedrängt worden. Trotzdem verwies er ausdrücklich darauf, auch die gesamte sportliche Lage zu bewerten.
Hummels fordert Änderung auf der Trainerposition
Trotz seiner persönlichen Geschichte wollte Hummels die Debatte nach eigenen Worten nicht auf einzelne Namen verkürzen. Er erklärte, er habe bewusst formuliert, ohne Personen direkt zu benennen, und lediglich die Rolle des Bundestrainers hinterfragt.
Besonders deutlich wurde er mit dem Satz: „Wenn man die ganze Faktenlage sieht, dann würde ich sagen, es muss sich auf der Trainerposition was ändern“, wie „web.de“ berichtet. Zudem zog er einen Vergleich zu Joachim Löw (66) und machte klar, dass eine Fortsetzung unter den aktuellen Umständen für ihn nur schwer vorstellbar sei.
Kritik an Nagelsmanns Auftreten nach dem WM-Aus
Neben der Grundsatzfrage zur Zukunft des Trainers störte Hummels auch dessen Auftreten nach dem Scheitern gegen Paraguay im Elfmeterschießen. Er beschrieb Nagelsmanns Auftritt als zu knapp und in manchen Momenten als patzig.
Nach seiner Einschätzung ist genau das ein Punkt, an dem der 38-Jährige arbeiten müsse, gerade auf der großen Bühne als Nationaltrainer. Zugleich räumte Hummels ein, dass es direkt nach einem solchen Rückschlag kaum möglich sei, öffentlich alles richtig zu machen. Seine Kritik blieb damit hart, aber nicht pauschal.
Auch die Spieler geraten nach Paraguay-Spiel in den Fokus
Hummels beließ es nicht bei der Trainerfrage. Er kritisierte auch das Verhalten innerhalb der Mannschaft, vor allem mit Blick auf das Elfmeterschießen. Dass ausgerechnet Verteidiger Jonathan Tah als sechster Schütze den ersten Elfmeter seiner Profikarriere übernehmen musste, weil sich andere nicht meldeten, wertete Hummels als schlechtes Zeichen.
Parallel dazu stellte Nagelsmann klar, dass er nicht von sich aus zurücktreten wolle. DFB-Präsident Bernd Neuendorf kündigte an, die Lage nicht vorschnell zu bewerten. Damit steht die Nationalmannschaft vor einer heiklen Phase mit vielen offenen Fragen.