Zwischen Satire und Schlager krachte es zuletzt heftig: Ein Witz von Moderator Oliver Welke über Howard Carpendale hatte viele Fans verärgert und auch den Sänger selbst deutlich reagieren lassen. Nun klingt die Lage deutlich entspannter. In einem Podcast sprach Welke offen darüber, wie er die Aufregung um den Gag heute sieht und was ihn an der Wucht der Reaktionen besonders getroffen hat. Dabei wurde auch klar, dass nicht nur Howard Carpendale selbst, sondern ebenso dessen Sohn Wayne Carpendale eine wichtige Rolle in dem Streit spielte.

Oliver Welke spricht von Frieden mit Howard Carpendale

Im Podcast „Apokalypse & Filterkaffee” wurde Oliver Welke direkt gefragt, wie das Verhältnis zu Howard Carpendale inzwischen sei. Die Antwort fiel eindeutig aus: „Wir sind sowas von fein”, so Oliver Welke laut Prisma.

Der 60-Jährige machte zugleich deutlich, dass der Streit für ihn schon wieder einige Zeit zurückliege. Mit gewohnt ironischem Ton ergänzte er, er hätte in dieser Zeit schon mit mehreren anderen Schlager-Größen neuen Ärger anfangen können. Stattdessen habe er aus der Sache etwas gelernt, vor allem über die enorme Resonanz, die ein alter Witz über einen Schlagerstar auslösen kann.

Wayne Carpendale reagierte mit scharfen Worten

Besonders im Gedächtnis blieb offenbar die Reaktion von Wayne Carpendale. Der Schauspieler stellte sich damals öffentlich vor seinen Vater und sagte in einem Instagram-Video: „Deswegen liebe ich meinen Dad. Für das, was er ist, nicht für das, was er sein will. Schäm dich, Oliver!” Diese Worte griff Welke nun mit Spott auf.

Auf die Erinnerung an den pathetischen Ton reagierte er mit dem Satz: „Das war der Moment, wo in mir was zerbrochen ist. Ich dachte, wenn der dritte ,Landarzt‘ schon sagt, ich bin zu weit gegangen, muss es stimmen”, wie TVSpielfilm berichtet. Die Spitze zeigte, dass Welke den Vorfall inzwischen mit Abstand betrachtet.

Der Witz in der „heute-show“ war der Auslöser

Der Ursprung des Konflikts lag in einer Ausgabe der „heute-show” von Ende April. Dort ging es um Künstliche Intelligenz und Pflegeroboter. In diesem Zusammenhang machte Welke einen Gag über altersgerechte Witze und sagte: „Was hat 100 Beine und riecht nach Urin? Die erste Reihe im Howard-Carpendale-Konzert.

Howard Carpendale reagierte darauf öffentlich und deutlich. „Sag mal, spinnst du?”, hielt der Sänger dagegen und warf dem Moderator vor, Menschen anzugreifen, die sich gar nicht wehren könnten. Damit wurde aus einem TV-Spruch schnell ein öffentlich ausgetragener Schlagabtausch.

Oliver Welke erklärt den Hintergrund seines Gags

Später ordnete Welke selbst ein, wie der umstrittene Satz gemeint war. Das Thema der Sendung sei Künstliche Intelligenz gewesen, und ein Pflegeroboter habe bereits einen schlechten Witz erzählt. Danach habe er bewusst noch einen schlechteren nachlegen wollen.

Gegenüber Medien erklärte er zudem, sein Team habe dafür einen Schlagersänger gebraucht, „den jeder kennt”, wie Bunte berichtet. Zugleich betonte er, nie ein Konzert von Howard Carpendale besucht zu haben. Dennoch sei er sicher, dass dort „wohlriechende Menschen jeden Alters sitzen”. Zwischen den Zeilen zeigt sich damit: Der Ton ist milder geworden, der Humor aber geblieben.