Die deutsche Film- und Fernsehwelt trauert um Alexander Held. Der Schauspieler starb im Alter von 67 Jahren bereits am vergangenen Dienstag (12. Mai 2026). Ein enger Freund des Darstellers, TV-Produzent Sven Burgemeister, bestätigte den Tod, wie unter anderem die Bild berichtete. Alexander Held gehörte über viele Jahre zu den markanten Gesichtern in deutschen Produktionen und prägte besonders mit seiner Rolle als Kommissar Ludwig Schaller ein großes Publikum. Auch abseits des Fernsehens galt er als vielseitiger Künstler mit Theaterausbildung, Gesangstalent und einer langen Karriere auf Bühne und Leinwand.
Alexander Held starb wohl an Lungenentzündung
Nach Informationen von Bild soll Alexander Held an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben sein. Offiziell wurde zunächst nur sein Tod bekanntgegeben, die mutmaßliche Todesursache folgte später.
Held lebte zuletzt im österreichischen Erl in Tirol. Besonders bitter: Noch kurz vor seinem Tod hatte er offenbar zwei neue Folgen von „München Mord“ abgedreht, die im Herbst und Winter ausgestrahlt werden sollen. Damit wird der Schauspieler posthum noch einmal in seiner wohl prägendsten Fernsehrolle zu sehen sein.
Alexander Held prägte „München Mord“ seit 2014
Einem breiten Publikum wurde Alexander Held vor allem durch die ZDF-Krimireihe „München Mord“ vertraut. Seit 2014 spielte er dort den eigenwilligen Hauptkommissar Ludwig Schaller, der mit Melancholie, feinem Humor und genauer Beobachtung auffiel. Für diese Darstellung erhielt Held auch den Bayerischen Fernsehpreis.
Daneben war der gebürtige Münchner in zahlreichen Filmproduktionen zu sehen, darunter „Schindlers Liste“, „Der Untergang“, „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, „Napola“, „Der Baader Meinhof Komplex“ und „Der Schuh des Manitu“. Seine Laufbahn begann nach der Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule zunächst am Theater.
ZDF und Weggefährten nehmen Abschied von Alexander Held
Die Trauer um den Schauspieler ist groß. Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm und Serie, würdigte Held mit den Worten: „Wir sind sehr traurig. Wenn ich an Alexander Held denke, dann denke ich an seinen hintergründigen, melancholischen Blick, der seinem Spiel eine philosophische Note gab und an seinen feinen Humor, mit dem er seine Rollen ausstattete. Alexander Held wird dem Film und Fernsehen sehr fehlen“, so Frank Zervos laut Focus.
Auch Produzent Sven Burgemeister erinnerte an Held als feinsinnigen, loyalen und warmherzigen Menschen, mit dem ihn eine lange Zusammenarbeit verband.
Der Verlust seiner Frau traf Alexander Held tief
Auch privat hatte Alexander Held schwere Schicksalsschläge zu tragen. 2005 heiratete er Patricia Fugger, geborene Gräfin Fugger von Babenhausen. Neun Jahre später starb seine Frau mit nur 51 Jahren. Dieser Verlust ließ ihn nie los.
In einem früheren Interview sagte der Schauspieler: „Ja, das ist ein sehr schöner Platz. Dort hat man eine gute Aussicht. Ich habe es noch nicht verschriftlicht, aber ich werde es tun. Das ist ein Zeichen. Es war ja damals ihr Wunsch, dort bestattet zu werden", so Alexander Held laut Bild. Neben seiner Arbeit blieb auch diese persönliche Geschichte eng mit seinem Namen verbunden.