Die deutsche Film- und Fernsehwelt trauert um Schauspieler Alexander Held. Der Münchner starb bereits am 12. Mai 2026 im Alter von 67 Jahren. Sven Burgemeister, ein enger Freund, bestätigte den Tod des Darstellers, wie unter anderem die Bild oder Gala berichten. Held war vor allem als Kommissar Ludwig Schaller in der ZDF-Reihe „München Mord“ viele Jahre präsent. Nach Angaben aus seinem Umfeld starb Held nach kurzer Krankheit. Für viele Zuschauer war er ein Gesicht, das Krimis, Historienfilme und auch komödiantische Stoffe mit besonderer Präsenz prägte.
Alexander Held spielte seit 2014 Ludwig Schaller
Mit der Rolle des eigenwilligen Hauptkommissars Ludwig Schaller wurde Alexander Held einem großen Fernsehpublikum vertraut. Seit 2014 stand er für „München Mord“ vor der Kamera und verlieh der Figur eine Mischung aus Melancholie, Schärfe und feiner Beobachtung. Noch Ende Januar 2026 war er in der Folge „Im Zweifel für den Zweifel“ zu sehen.
Wie t-online.de berichtet, würdigte ihn TV-Produzent Sven Burgemeister mit den Worten: „Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung.“
Theater, Domspatzen und frühe Jahre in München
Geboren wurde Alexander Held 1958 in München. Seine Ausbildung absolvierte er an der Otto-Falckenberg-Schule, danach begann seine Laufbahn am Theater, unter anderem an den Münchner Kammerspielen. Weitere Stationen waren die Freie Volksbühne Berlin, das Staatsschauspiel Hannover und die Salzburger Festspiele.
Weniger bekannt ist, dass Held zwischen 1968 und 1970 Solosänger bei den Regensburger Domspatzen war. Auch sportlich zeigte er Ehrgeiz: Als Jugendlicher stand er bei 1860 München im Tor, ehe eine Verletzung den Traum vom Profifußball beendete.
Filme von „Der Untergang“ bis „Der Schuh des Manitu“
Im Kino und Fernsehen war Held über Jahrzehnte in ganz unterschiedlichen Rollen zu sehen. Zu seinen Arbeiten zählen „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, „Napola“, „Der Baader Meinhof Komplex“, „Der Untergang“ und „Der Schuh des Manitu“. Auch in „Derrick“ war er früh zu sehen, später sogar in Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ in einer Nebenrolle.
Für seine Leistung als Seriendarsteller erhielt er den Bayerischen Fernsehpreis. Gerade diese Vielseitigkeit machte ihn zu einem Darsteller, der ernste Stoffe ebenso tragen konnte wie leichtere Formate.
Der Verlust seiner Frau prägte Alexander Held tief
Auch privat erlebte Alexander Held schwere Einschnitte. 2005 heiratete er Patricia Fugger, geborene Gräfin Fugger von Babenhausen. Neun Jahre später starb sie im Alter von nur 51 Jahren. Dieser Verlust traf ihn tief.
In einem früheren Interview sagte er über den Platz neben ihr im Garten: „Ja, das ist ein sehr schöner Platz. Dort hat man eine gute Aussicht. Ich habe es noch nicht verschriftlicht, aber ich werde es tun“, so Alexander Held laut Bild. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in der deutschen Schauspielszene.