Andrea Kiewel hat dem Publikum im ZDF-„Fernsehgarten“ einen Moment beschert, mit dem vor der Kamera offenbar kaum jemand gerechnet hatte. Bei sommerlicher Hitze beobachtete die Moderatorin zunächst Gäste auf Stand-up-Paddles im Pool und machte schon früh klar, wie groß ihre Lust auf eine Abkühlung war.
Kurz darauf warf die 61-Jährige alle Überlegungen über Bord und sprang im Kleid und mit Schuhen ins Wasser. Für die Regie, die Kamera-Leute und den Ablauf der Show wurde daraus in wenigen Augenblicken eine heikle Situation, weil der Schritt so viel früher kam als vorgesehen.
Andrea Kiewel springt mitten in der Show in den Pool
Zuvor hatte Kiewel noch gezögert und offen über die Folgen gesprochen. „Das Problem ist: Habe ich ein zweites Kleid? Was ist mit den Haaren? Sind Haare wichtig?“, sagte Andrea Kiewel. Dann kam der Ruf aus dem Publikum, sie solle einfach hineinspringen, und genau das tat sie.
Unter Jubel landete sie im Becken, in dem gerade Stand-up-Paddle-Polo gespielt wurde. Die Szene wirkte leicht und sommerlich, brachte hinter den Kulissen aber sofort Druck in die Abläufe, weil Mikrofon, Kameraführung und die nächsten Programmpunkte neu koordiniert werden mussten.
Der Sprung kam früher als vom Team vorgesehen
Nach dem Satz ins Wasser verging zunächst etwas Zeit, in der Kiewel einen Gast ebenfalls zum Mitspringen bewegen wollte. Er zögerte wegen seines Mikrofons, stieg später aber doch ins Becken. Danach entstand ein kurzer Leerlauf: Weder die Moderatorin noch die Produktion schienen sofort zu wissen, wie es weitergehen sollte.
Erst später bekam sie wieder ein Mikrofon gereicht und führte die Sendung kurzerhand aus dem Pool fort. Ihr Team wusste zwar grundsätzlich von dem Plan, allerdings war die Aktion erst gegen Ende der Show vorgesehen. Genau diese Vorverlegung machte den Moment so brisant.
Mit Handtuch auf dem Kopf zurück vor die Kamera
Nach dem nächsten Musikauftritt lief die Sendung wieder regulär weiter, doch die Spuren des Sprungs waren deutlich zu sehen. Kiewel stand mit Handtuch auf dem Kopf, später auch mit Bademantel und nassem Kleid vor der Kamera. „Ich habe es nicht geschafft, mich so schnell umzuziehen“, so Andrea Kiewel.
Wenig später erschien sie dann in einem gelben Ersatzkleid wieder auf der Bühne. Gerade dieser Wechsel zeigte, wie improvisiert die Minuten nach dem Sprung gewesen sein müssen. Aus einem lockeren Impuls wurde live im Fernsehen ein kleiner Organisationsstresstest für das gesamte Team.
Frühere Schwimmerin fühlt sich im Wasser sichtbar wohl
Dass Kiewel im Wasser so sicher wirkte, passt zu ihrer sportlichen Vergangenheit. Die Moderatorin war früher Leistungsschwimmerin und trat mehrfach bei DDR-Meisterschaften an. 1979 gewann sie mit ihrer Staffel einen wichtigen Nachwuchswettbewerb, 1982 erreichte sie Rang sechs über 50 Meter Freistil.
Der spontane Sprung wirkte deshalb nicht wie eine bloße Laune, sondern auch wie ein Moment, in dem alte Routine aufblitzte. Schon vor einigen Wochen hatte sie über Styling-Diskussionen hinter den Kulissen gesprochen. Diesmal dürfte vor allem die Frage im Raum stehen, wie spontan Live-Fernsehen sein darf, wenn selbst das Kamerateam kaum Vorlauf hat.