Actionstar Chuck Norris ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Seine Angehörigen machten die traurige Nachricht auf dem Instagram-Account des US-Schauspielers öffentlich. In der Stellungnahme heißt es, Norris sei am Morgen plötzlich verstorben und im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen.

Die Familie bat darum, die genauen Umstände privat zu halten. US-Medien meldeten zuvor, Norris sei nach einem Notfall in ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Hawaii eingeliefert worden. Ob er dort auch starb, ist bislang unklar. Für Millionen Fans weltweit endet damit eine Ära des klassischen Actionkinos.

Chuck Norris’ Familie würdigt den Menschen hinter dem Mythos

In ihrem emotionalen Statement beschreibt die Familie den Verstorbenen nicht nur als Leinwandhelden, sondern vor allem als Mittelpunkt ihres privaten Lebens.

„Für die Welt war er ein Kampfsportler, Schauspieler und ein Symbol der Stärke. Für uns war er ein hingebungsvoller Ehemann, ein liebevoller Vater und Großvater, ein unglaublicher Bruder und das Herz unserer Familie“, heißt es in der Erklärung, die auf Instagram veröffentlicht wurde. Weiter schreibt die Familie, ihre Herzen seien gebrochen, zugleich seien sie dankbar für das Leben, das Norris geführt habe, und für die vielen gemeinsamen Momente.

Von Karate-Champion zur Action-Ikone Hollywoods

Bevor Norris zum Filmstar wurde, dominierte er den Wettkampfsport. Der Kampfsportler wurde sechsmaliger, ungeschlagener Weltmeister im Karate im Mittelgewicht der Profis. Seine Disziplin und sein Image als kompromissloser Fighter ebneten ihm den Weg nach Hollywood.

Internationalen Ruhm erlangte er durch seinen legendären Filmkampf mit Bruce Lee in „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ (1972). In den 1970er- und 1980er-Jahren prägte er das Actionkino mit Filmen wie „Delta Force“ und später der Erfolgsserie „Walker, Texas Ranger“, die ihn endgültig zur Kultfigur machte.

Karriereende für seine kranke Ehefrau Gena O’Kelley

Anfang der 2000er-Jahre zog sich Schauspieler Chuck Norris weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück. Ein entscheidender Grund war die schwere Erkrankung seiner Ehefrau Gena O’Kelley, um die er sich intensiv kümmerte. Für sie stellte er seine Karriere hintan und widmete sich vor allem dem Familienleben.

2012 kehrte Norris noch einmal kurz auf die große Leinwand zurück: In „The Expendables 2“ stand er an der Seite zahlreicher anderer Actiongrößen vor der Kamera. Danach blieb es ruhig um ihn, größere Rollen nahm er nicht mehr an. Sein letzter Auftritt war im Film „Agent Recon“ aus dem Jahr 2024.

Letzte Tage auf Hawaii und offene Fragen zum Tod

Nach Angaben US-amerikanischer Medien hielt sich Norris zuletzt auf Hawaii auf. Dort soll er noch am Mittwoch trainiert und gut gelaunt gewirkt haben, bevor er kurz darauf in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Einzelheiten zu dem medizinischen Notfall sind bislang nicht bekannt. Auch ob Norris in dieser Klinik verstarb, wurde von offizieller Seite nicht bestätigt.

Die Familie bittet um Privatsphäre in der Trauerphase. Für Fans bleibt das Bild eines Mannes, der vom Karate-Champion zum weltweiten Symbol für Stärke wurde – und privat als treuer Ehemann, Vater und Großvater in Erinnerung bleibt.