Jahrzehnte lang standen Kochbuchautorin Martina Meuth (78) und Fernsehkoch Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer (82) gemeinsam bei „Kochen mit Martina und Moritz“ vor der Kamera. Fans verbinden mit dem Duo Kindheitserinnerungen an Nachmittage mit den Großeltern. Die WDR-Reihe gehörte bis 2021 zu den am längsten laufenden Kochformaten weltweit.

Martina und Moritz sprechen über Fehler in der Sendung

Trotz ihrer Erfahrung lief in der Küche nicht immer alles perfekt. In einem Gespräch mit Journalist Zipper im Podcast „Soulfood Passionistas“ erinnern sich Martina und Moritz an ein Missgeschick, das ihnen bis heute lebhaft im Gedächtnis geblieben ist. Es ging um eine Tarte mit Trockenobst, bei der die Früchte karamellisiert werden sollten.

Moritz beschreibt, wie der Kuchen aus dem Ofen kam und oben „wunderschön braun gebacken“ aussah. Doch beim Sturz auf den Teller folgte der Schock: Statt goldbraunem Karamell zeigte sich eine rosa, fast schinkenartige Oberfläche – ein Anblick, der die beiden selbst kurz sprachlos machte.

Fatale Verwechslung sorgte bei Martina und Moritz für Küchen-Schock

Der Grund für den seltsamen Farbton war so simpel wie ärgerlich: Beim Karamellisieren hatte Martina nicht zu Zucker, sondern versehentlich zu Salz gegriffen. „Beim Sturz auf den Teller zeigte sich statt dem braunen Karamell eine rosa – geradezu schinkenartige – Farbe“, so Moritz im Podcast.

Die Szene steht sinnbildlich dafür, dass auch Profis nicht vor Fehlern gefeit sind. Gerade solche Momente machen das Duo für viele Fans nahbar. Denn hinter dem perfekt gedeckten Tisch steckt immer noch echte Handarbeit, mit all ihren Risiken.

WDR-Kochshow zählt zu den erfolgreichsten weltweit

Zwischen Ende der 1980er-Jahre und 2021 entstanden hunderte Folgen der Kochsendung, in denen Martina und Moritz ihre Leidenschaft für gutes Essen teilten. In der Anfangszeit bedeutete das drei Drehtage am Herd und einen Drehtag an der Tafel mit Gästen.

Die Ausstrahlung am Sonntagnachmittag lief damals direkt gegen die „Sportschau“ – deshalb setzte das Format zusätzlich auch auf prominente Gäste.

Vom VW-Trip zum Namen „Moritz“ und neuen Projekten

Auch privat gaben die beiden Einblicke. Moritz erzählte, wie er zu seinem heute so bekannten Rufnamen kam. 1964 schloss er sich spontan einem Pärchen aus München an, das im VW von dort nach Spanien fuhr. Auf der Höhe von Durbach fragten sie ihn nach seinem Namen.

Als er „Bernd“ sagte, kam die Reaktion: „Das klingt aber hart – hast du nicht einen anderen Namen?“ Seine Alternativen „Michael“ und „Maximilian“ fanden ebenfalls keinen Anklang, bis die Assoziation zu „Max und Moritz“ aufkam – seitdem begleitet ihn dieser Name, berichtet „schwarzwaelder-bote.de“. Aus der zufälligen Bekanntschaft wurde eine enge Freundschaft.

Inzwischen produzieren Martina und Moritz eigene Videos vom Apfelgut. Fans können diese online käuflich erwerben.