Mitte der Achtziger wurde Kelly McGillis dank ihrer Hauptrollen in „Top Gun“ und „Der einzige Zeuge“ zum Kinostar. Ihr großer beruflicher Durchbruch änderte aber nichts daran, dass sie damals tagtäglich mit den Folgen eines schrecklichen Ereignisses zu kämpfen hatte. 

„Top Gun“-Kelly McGillis' tragische Vergangenheit

Kelly McGillis war kurz davor, große Rollen in Hollywood zu bekommen, als es passierte: Die Schauspielerin wurde 1982 von zwei Männern mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Sie waren zuvor in ihre Wohnung eingebrochen. 

Sechs Jahre später beschrieb Kelly McGillis dem „People“-Magazin die Tat: „Während der eine zusah, stürzte sich der andere auf mich und hielt mir ein Messer an mein rechtes Auge. [...] Sie wechselten sich ab und sagten mir, sie würden mich zu Tode prügeln. An diesem Punkt dachte ich, ich würde sterben, und ich hatte mich damit abgefunden.“

Diese traumatische Erfahrung blieb nicht ohne Folgen: „Die ersten paar Wochen nach dem Vorfall konnte ich nicht essen oder schlafen“, erzählte der „Top Gun“-Star. Während ihre Karriere Fahrt aufnahm, kämpfte sie mit Panikattacken sowie exzessivem Alkohol- und Drogenkonsum. Sie nahm an Gewicht zu und stürzte sich in erniedrigende Beziehugen mit Männern.

Es dauerte viele Jahre, bis es ihr langsam besser ging. Kelly gründete mit ihrem damaligen Eheman Fred Tillman eine Familie und bekam zwei Töchter. 2009 hatte die Achtziger-Ikone ihr Coming-out als lesbisch.

So geht es Kelly McGillis heute

Später engagierte sie sich laut der „Daily Mail“ in Gefängnissen und beriet dort Frauen mit Drogen- und Alkoholproblemen. Der Schauspielerei ist Kelly McGillis nur noch sporadisch treu geblieben. Gegenüber „The Oklahoman“ sagte sie: „Ich habe das Gefühl, das Potenzial zu haben, anderen auf eine Art helfen zu können, wie ich es mit der Schauspielerei nicht könnte.“

Auch in der Fortsetzung von „Top Gun“ im Jahr 2022 war Kelly nicht dabei. Nach eigener Aussage sei sie dafür „zu alt und zu dick“ gewesen, so „etonline.com“. Ihr letzter Auftritt war 2021 in dem Kurzfilm „A League of Our Own“.