Sänger Gil Ofarim steht nach seinem Triumph im RTL-Dschungelcamp im Rampenlicht – diesmal nicht im australischen Urwald, sondern im Interview mit Moderatorin Frauke Ludowig. In der RTL+-Dokumentation „Der Fall Gil Ofarim“ spricht der Musiker offen darüber, wie sehr ihn die vergangenen Jahre geprägt haben und welche Rolle seine Kinder nun in seinen Zukunftsplänen spielen. Das hat er mit seiner Dschungel-Gage vor.
Gil Ofarim plant Wohnung in München nahe seiner Kinder
Im Gespräch mit Frauke Ludowig erklärt der Musiker, dass er durch das Geld aus dem RTL-Format vor allem eines erreichen will: räumliche Nähe zu seinen beiden Kindern. „Ich kann Rechnungen bezahlen und noch vieles mehr. Das, was ich mir mehr als alles andere gewünscht habe: mir eine Bleibe in München zulegen“, sagt er.
Er erhält eine Antrittsgage, deren Höhe nicht bekannt ist sowie 100.000 Euro für seinen Sieg als Dschungelkönig. Wegen ausbleibender Aufträge nach dem Davidsternskandal hatte Ofarim seine frühere Wohnung in München aufgeben müssen.
Wochenmodell mit Ex-Frau soll wieder möglich werden
Einen besonderen Wunsch hegt der Musiker vor allem beim Umgang mit seinen Kindern. Er wünsche sich, den früheren Rhythmus „eine Woche bei mir, eine Woche bei meiner Ex-Frau“ wiederaufzunehmen, betont der Musiker. Diesen Alltag habe er seinen Kindern versprochen, doch aus der „kurzen Zeit“ sei schließlich ein ganzes Jahr geworden, in dem er weiter weg von ihnen leben musste.
Seine Kinder bezeichnet Ofarim als die „wahren Verlierer“ der vergangenen Ereignisse. Während der Hochphase des Skandals habe er sie sogar anlügen müssen, als sie Zeitungsbilder mit seinem Gesicht sahen und nach den Schlagzeilen fragten.
20.000 Euro Schadenersatz und der „Fall Gil Ofarim“
Ein wichtiger Punkt in seiner Zukunftsplanung ist auch die Begleichung offener Verpflichtungen. Ofarim schuldet dem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels wegen des Davidstern-Skandals noch Schadenersatz. 2021 hatte er den Mann in einem Instagram-Video beschuldigt, ihn antisemitisch behandelt zu haben. Die Summe hätte er nach eigener Aussage aber auch ohne Dschungel-Sieg bezahlt: „Ich hätte es auch überwiesen, ich hätte mich drum gekümmert“, betont er.
Offene Fragen nach dem TV-Interview
Neben privaten Zielen denkt der amtierende Dschungelkönig auch an seine berufliche Zukunft. Er wolle wieder „kreative Arbeit machen“, auf Tour gehen und vor der Kamera stehen, heißt es in der RTL-Dokumentation.
Gleichzeitig bleibt Ofarim im Interview vage, wenn es um die genaue Aufarbeitung seiner Fehler geht. Er bereue zwar, das Video vor dem Leipziger Hotel gepostet zu haben, sagt aber auch: „So schlimm es war und so schlimm es auch ist – ich habe dadurch viel gelernt.“