Musiker Gil Ofarim sorgt derzeit im Dschungelcamp 2026 für Gesprächsstoff – doch kaum jemand kennt seine enge Verbindung zu einer der einflussreichsten Film-Dynastien Deutschlands. Der 43-Jährige stammt aus einer prominenten Künstlerfamilie, sein Vater ist der verstorbene Sänger Abi Ofarim.
Weniger bekannt: Gil teilt diesen Vater mit einem Mann, der heute an der Spitze der mächtigsten deutschen Filmfirma steht – und dessen Mutter eine der größten Schauspielgrößen des Landes ist. Hinter den Kulissen verbindet sie eine komplexe Familiengeschichte aus Showbusiness, Liebe und Neuanfängen, über die lange kaum gesprochen wurde.
Abi Ofarim und Iris Berben: Liebe in den 60ern
In den späten Sechzigerjahren lernte Musiker Abi Ofarim die damals 19-jährige Schauspielerin Iris Berben kennen. Er war Anfang 30, bereits ein Star mit dem Duo Esther & Abi Ofarim, sie stand noch am Beginn ihrer Karriere. Für Berben trennte sich Ofarim von seiner Frau Esther – eine Entscheidung, die ihr Leben und das ihrer Kinder grundlegend veränderte.
Die Beziehung hielt nur wenige Jahre, doch sie hatte weitreichende Folgen: Aus ihr ging 1971 ein Sohn hervor, Oliver Berben. Während Gil Ofarim später mit seinem Vater in der Musikbranche verbunden war, wuchs Oliver bei seiner Mutter in München auf – mitten in der Welt von Filmsets, Drehbüchern und Fernsehstudios.
Oliver Berben: Vom Technikstudenten zum Filmchef
Oliver Berben, heute 54 Jahre alt, schlug zunächst einen völlig anderen Weg ein. Er begann ein Studium der Elektro- sowie Luft- und Raumfahrttechnik in Berlin, bevor ihn die kreative Seite der Familie einholte. Er brach das Studium ab, arbeitete als Produktionsassistent und lernte das Filmgeschäft von Grund auf kennen.
1996 gründete er seine eigene Firma „Moovie – the art of entertainment“, später folgte der Zusammenschluss mit Constantin Film. Dort stieg er Schritt für Schritt auf – vom Produzenten über den Vorstand bis hin zum Vorstandsvorsitzenden. Mehr als 200 Kino- und TV-Produktionen tragen inzwischen seine Handschrift.
Iris Berben: Ikone des deutschen Fernsehens
Schauspielerin Iris Berben, heute 75, gehört seit Jahrzehnten zur ersten Reihe des deutschen Films. Ihren Durchbruch feierte sie Ende der Siebziger mit der Serie „Zwei himmlische Töchter“, später wurde sie mit Comedy-Formaten wie „Sketchup“ einem Millionenpublikum vertraut. Als ZDF-Kommissarin „Rosa Roth“ prägte sie fast zwei Jahrzehnte lang das deutsche Krimi-Fernsehen und wurde zur verlässlichen Quotenstütze.
Privat lebt sie seit rund 20 Jahren mit Stuntman Heiko Kiesow zusammen, den sie 2006 am Set des ZDF-Films „Afrika, mon amour“ in Kenia kennenlernte. Eine Ehe lehnt sie bis heute ab: „Es geht eigentlich auch so ganz gut“, so Berben laut RTL.
Zwei Halbbrüder zwischen Skandal, Glamour und Erfolg
Während Oliver Berben als Produzent von Werken wie „Das Parfüm“, „Die Päpstin“ oder „Er ist wieder da“ eher im Hintergrund agiert, steht Gil Ofarim seit seiner Jugend im Rampenlicht. Der früh geförderte Kinderstar wurde zunächst als Teenie-Idol bekannt, später prägten ihn musikalische Projekte und TV-Auftritte.
Heute trifft im Familiengeflecht der Ofarims und Berbens vieles aufeinander: ein schillernder Vater, eine Filmikone, ein mächtiger Produzent und ein Musiker, der im Dschungelcamp 2026 um ein neues Kapitel seiner Karriere ringt.
