Wenn Enrique Iglesias heute auf sein Leben blickt, ist eines unübersehbar: Der König des Latin Pop, der über 180 Millionen Tonträger verkauft hat, ist seit 17. Dezember 2025 zum vierten Mal Vater. Wenige Wochen nach der Geburt teilte Anna Kournikova das viel beachtete Familienfoto auf Instagram – „Lucy + Nicolas + Mary + Romeo" schrieb sie schlicht dazu. Vier Kinder, ein Mann, eine Frau – und ein offenes Geheimnis, über das die Welt seit Jahren rätselt.

Enrique Iglesias und Anna Kournikova – die Liebe ohne Trauschein

Sie kennen sich seit 2001. Damals dreht Iglesias das Musikvideo zu „Escape", die russische Tennis-Schönheit spielt mit. Aus dem Set-Flirt wird die wohl beständigste Liebe des Latin-Pop. 25 Jahre später haben sie vier Kinder: die Zwillinge Nicholas und Lucy, geboren am 16. Dezember 2017, Tochter Mary, geboren am 30. Januar 2020, und das jüngste Familienmitglied Romeo, geboren am 17. Dezember 2025. Was sie bis heute nicht haben: einen Trauschein. „Ich denke nicht, dass man ein Stück Papier braucht, um zu beweisen, dass man jemanden liebt", sagte Iglesias gegenüber E!Online. Eine Aussage, die bis heute hält.

Das Familienglück – und das Versteckspiel

Was viele nicht wissen: Iglesias und Kournikova schützen ihr Privatleben fast obsessiv. Jahrelang gab es kein einziges öffentliches Foto der Kinder. Erst kürzlich öffneten sie das Familienalbum einen Spalt weit – ein Familienbild zur Geburt von Romeo, ein Schnappschuss von einer Yacht in Miami, alle vier Kinder Seite an Seite. Mehr nicht. Die ehemalige Tennis-Ikone, die früher die Tribünen der Welt füllte, hat sich vollständig in die Mutterrolle zurückgezogen. Und genießt das spürbar.

Enrique Iglesias und das Schicksal seiner Kindheit

Hinter dem heutigen Familienglück steht ein Junge, der einst mit acht Jahren von seiner Mutter getrennt wurde. Im Dezember 1981 entführte die baskische Terrororganisation ETA seinen Großvater, den renommierten Frauenarzt Julio Iglesias Puga, in Madrid. Aus Angst vor weiteren Anschlägen schickten Enriques Eltern ihn und seinen Bruder Julio Jr. zum Vater nach Miami.

Aufgezogen wurde er dort vor allem von seiner Nanny Elvira Olivares – nicht von seinem berühmten Vater Julio Iglesias, der ständig auf Tour war. Sein Debütalbum widmete er später nicht etwa seinem Vater, sondern dieser Nanny. Eine kleine, leise Antwort darauf, wer wirklich für ihn da war.

Der lange Schatten des Vaters – und der eigene Weg

Um nicht als „Sohn von Julio Iglesias" abgestempelt zu werden, schickte Enrique seine ersten Demos unter dem Pseudonym Enrique Martinez an Plattenfirmen. Er wollte gehört werden, nicht erkannt. Erst nach dem ersten Vertrag lüftete er sein Geheimnis. Heute ist klar: Er hat es geschafft, aus dem übergroßen Schatten seines Vaters herauszutreten. Dem El Periódico sagte er einmal nüchtern, er habe ein Konzert seines Vaters zuletzt vor 20 Jahren gesehen. Und auf die Frage, ob sein Vater ihn schon einmal live erlebt habe? „Soweit ich weiß, noch nie."

Enrique Iglesias mit 51 – der Abschied von der Bühne

Im März 2024 erschien sein Album „Final (Vol. 2)" – offiziell sein letztes. Iglesias selbst sagte gegenüber Today: „Es ist fertig. Ich werde keine weiteren Alben mehr aufnehmen." Was bleibt, ist die Familie. „Wenn ich auf Tour bin, vermisse ich sie sehr", erklärte er People. Mit dem viertgeborenen Romeo dürfte sich die Frage des Bühnenabschieds endgültig beantworten. Die größte Karriere des Latin-Pop endet nicht in einem Stadion. Sondern auf einer Yacht in Miami, mit vier kleinen Sonnenscheinen an Bord.