US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Besuch beim dritten Finalspiel der New York Knicks gegen die San Antonio Spurs in Manhattan für heftige Reaktionen gesorgt. Der 79-Jährige war damit der erste amtierende Präsident der USA, der ein Spiel der NBA-Finals vor Ort besuchte. Als Trump während der Nationalhymne auf den Videoleinwänden des Madison Square Garden eingeblendet wurde, reagierten viele Zuschauer mit lauten Buhrufen. Nach dem Spiel bewertete er die Stimmung jedoch ganz anders und sagte: „Ich glaube, es waren größtenteils Jubelrufe. Es war laut und sehr begeistert", so Donald Trump laut bbc.com.
Donald Trump reist mit Familie und Vertrauten an
Begleitet wurde der Politiker von seiner Enkelin Kai Trump, Knicks-Eigentümer James Dolan sowie mehreren Mitgliedern seiner Regierung. Dazu gehörten unter anderem Verkehrsminister Sean Duffy, Innenminister Doug Burgum, Umweltbehörden-Chef Lee Zeldin und Sondergesandter Steve Witkoff.
Zuvor hatte sich Trump noch in seinem Golfclub in New Jersey aufgehalten, ehe er mit dem Hubschrauber Marine One nach Lower Manhattan flog und von dort im Konvoi zur Arena gebracht wurde. Der Auftritt war also nicht nur sportlich, sondern auch politisch stark abgesichert und sichtbar inszeniert.
Sicherheitsmaßnahmen belasten Fans rund um den Garden
Für viele Besucher wurde der Abend dadurch kompliziert. Rund um die Arena galten massive Sicherheitsvorkehrungen, Straßen wurden für Autos und Fußgänger gesperrt, und Fans mussten Kontrollen wie am Flughafen durchlaufen. Die Warteschlangen reichten laut Berichten über mehr als zwei Häuserblocks. Auch Bars in der Umgebung litten unter den Absperrungen, weil Laufkundschaft ausblieb.
Wie Promiflash berichtet, durften sich Fans zudem nicht wie sonst vor der Halle versammeln, was in den Playoffs zuvor längst zur festen Tradition geworden war. Ein New Yorker sagte der BBC, die hohe Sicherheit „zerstöre die Stimmung der Knicks“.
Knicks-Fans zwischen Frust, Feierlaune und teuren Tickets
Die Lage traf auf eine ohnehin emotionale Phase für die Stadt. Die Knicks stehen erstmals seit 1999 wieder in den Finals, nachdem das Team über Jahre sportlich enttäuscht hatte. In Orange und Blau gekleidete Fans füllten Straßen und öffentliche Watchpartys, nachdem eine Veranstaltung nahe der Arena wegen Trumps Besuch abgesagt worden war.
In Bryant Park jubelten Anhänger bei jedem Punkt, manche kletterten sogar auf Gerüste, andere drängten sich um kleine Bildschirme. Gleichzeitig waren Tickets für das erste Heimspiel der Finalserie für viele unbezahlbar, mit Wiederverkaufspreisen von mehr als 10.000 Dollar.
Donald Trump erlebt Niederlage der Knicks live mit
Sportlich endete der Abend für die Gastgeber bitter. Die Knicks verloren Spiel drei mit 111 zu 115 gegen die Spurs, wodurch ihre Führung in der Best-of-seven-Serie auf 2:1 schrumpfte. Prominente wie Tracy Morgan, Tina Fey, Christine Taylor, Ben Stiller und Timothée Chalamet saßen ebenfalls am Spielfeldrand, auch New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani war vor Ort.
Nicht alle Anwesenden lehnten Trumps Besuch ab. Ein Fan erklärte laut AFP, die Einschränkungen seien zwar nervig gewesen, dennoch finde er es gut, dass der Präsident Teil des Moments sein wollte. So blieb neben dem Sport vor allem die angespannte Stimmung in Erinnerung.