Donald Trumps Gesundheit lässt regelmäßig Raum für Spekulationen. Es ranken sich so manche Mythen und Gerüchte um sein gesundheitliches Befinden. Offiziell ist jedoch, dass der US-Präsident mit chronischer Veneninsuffizienz diagnostiziert wurde, eine Erkrankung, die den Blutfluss in Armen und Beinen beeinträchtigt.

Laut Expertinnen und Experten handelt es sich um ein weit verbreitetes, aber oft unterschätztes Leiden, das von leichten Beschwerden bis hin zu schweren Komplikationen reichen kann. Was bedeutet die Diagnose also für den umstrittenen Politiker?

Donald Trump erhält Diagnose chronische Veneninsuffizienz

Bei der chronischen Veneninsuffizienz arbeiten die Venen nicht mehr so, wie sie sollten. Gefäßchirurgin Mimmie Kwong erklärt laut „UC Davis Health News“, dass Venen das Blut aus Füßen und Händen zurück zum Herzen transportieren. Sind sie geschädigt, „bleibt das Blut stecken, was Schmerzen, Schwellungen, Pochen und im Extremfall sogar Wunden oder den Verlust einer Gliedmaße verursachen kann“.

Besonders häufig sind die Beine betroffen, wo sich der Rückstau des Blutes bemerkbar macht und den Druck in den Gefäßen deutlich erhöht.

Weit verbreitete Erkrankung mit ernstem Risiko

Veneninsuffizienz gilt als sehr häufige Erkrankung: Sie betrifft laut „Heumann“ jeden 6. Mann und jede 5. Frau. Wer an chronischer Veneninsuffizienz leidet, hat zudem ein erhöhtes Risiko, eine tiefe Venenthrombose zu entwickeln.

Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle: Wenn nahe Verwandte bereits Venenprobleme oder Blutgerinnsel hatten, steigt die Wahrscheinlichkeit, selbst zu erkranken.

Symptome von Schwellungen bis zu offenen Wunden

Zu den typischen Anzeichen der Erkrankung zählen zunächst Schwellungen in den Beinen. Bleibt die Krankheit unbehandelt, können sich die Beschwerden deutlich verschlimmern. Wie „UC Davis Health News“ berichtet, kommt es häufig zu Hautveränderungen wie Verdickungen, Entzündungen und starker Trockenheit.

In schweren Fällen entwickeln sich schlecht heilende Wunden an den Beinen, die das Leben der Betroffenen massiv einschränken können. Werden diese Wunden nicht konsequent behandelt, drohen ernsthafte Komplikationen bis hin zu Amputationen – ein Szenario, das Medizinerinnen und Mediziner unbedingt verhindern wollen.

Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten

Die Diagnose erfolgt meist in einer Hausarztpraxis oder Notaufnahme. Ärztinnen und Ärzte nutzen dafür häufig einen Duplex-Ultraschall, der zeigt, ob die Venen offen sind und das Blut in die richtige Richtung fließt. Wird ein Rückfluss oder eine Blockade festgestellt, deutet dies auf eine chronischen Veneninsuffizienz hin.

Laut  „UC Davis Health News“ richtet sich die Therapie danach, welche Venen betroffen sind. Erste Maßnahmen sind das Hochlagern der Beine, regelmäßige Bewegung und Kompressionsstrümpfe. Bei anhaltenden Beschwerden kommen Eingriffe wie Ablation, Phlebektomie oder die Injektion eines sogenannten Sklerosierungsmittels infrage, um krankhafte Venen gezielt auszuschalten.