Im „Promipool“-Interview

Darum möchte „Unter uns“-Star Lars Steinhöfel kein Pflegekind

Lars Steinhöfel spielt „Easy“ bei „Unter uns“

Bei „Unter uns“ haben es „Easy“ und „Ringo“ nicht einfach mit ihrem Pflegekind. „Easy“-Schauspieler Lars Steinhöfel hat mit „Promipool“ über seine Familienplanung gesprochen. 

Das Ehepaar „Easy“ und „Ringo“ bekam bei „Unter uns“ das Pflegekind „Julius“, der sich aber nicht mit seiner neuen Lebenssituation arrangieren kann. Privat kommt bei „Unter uns“-Schauspieler Lars Steinhöfel (34) auch schon das Thema Nachwuchs auf.  

Er und sein Freund Dominik möchten allerdings kein Pflegekind. Weshalb das so ist, hat er „Promipool“ verraten. 

„Promipool“: Hallo Lars, inzwischen haben „Easy“ und „Ringo“ bei „Unter uns“ das Pflegekind „Julius“. Wie findest du die Geschichte? 

Lars Steinhöfel: Das find ich super. Timothy [„Ringo“] und ich haben generell mal überlegt, was man machen kann, um die Beziehung aufrecht zu erhalten. Wir hatten ja die Hochzeit, die wir uns gewünscht hatten, und wir hatten auch den Wunsch, dass wir eine Adoptionsgeschichte mit einfließen lassen. Aber dass es dann so schnell ging... Es ist eine ganz wichtige Geschichte und ich glaube, es ist wichtig, dieses Thema noch mehr ins Bewusstsein zu rücken. 

Möchtest du selbst Kinder adoptieren? 

Klar, wir haben auch Pläne irgendwann ein Kind zu adoptieren. Wir sind der Meinung, dass es genug Kinder gibt, die keine elterliche Liebe erfahren. Natürlich kann man auch Pflegekinder aufnehmen. Doch wir möchten eine Adoption, weil wir das nicht verkraften würden, wenn wir uns an ein Kind gewöhnt haben und es auch lieben gelernt haben und es dann wieder hergeben müssen. 

Wie lange möchtest du noch bei „Unter uns“ dabei bleiben? 

Ich lasse alles komplett offen. Ich liebe meine Rolle, ich mag „Unter uns“ total gerne und ich kenne die Leute, die hier arbeiten, auch schon seit 15 Jahren. Ich muss nicht den Schritt gehen, „Unter uns“ zu verlassen und etwas Neues machen. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe. 

Wenn du doch irgendwann gehen würdest, wie würde sich „Easy“ verabschieden? 

Ich würde 'Easy' nicht sterben lassen, ich würde ihn einfach aus der Serie gehen lassen. Ich will mir darüber aber auch noch keine Gedanken machen. 

Welche anderen Projekte gibt es bei dir gerade? 

Wir haben mit der Barmer-Versicherung eine Kampagne gegen Cyber-Mobbing gestartet, um Präventiv-Arbeit zu leisten und Hilfsangebote zu bieten. 

Hast du selbst Erfahrungen mit Mobbing machen müssen? 

Ja, natürlich. Ich hatte immer dunkle Haare und wurde in der Grundschule als „Ausländer“ betitelt. Ich habe mich für die Schule interessiert und hatte immer gute Leistungen und dafür wurde ich auch von einigen gehatet. Mit den Mädels habe ich mich ganz gut verstanden, nur mit den Jungs war es manchmal schwierig. Man geht natürlich als Erwachsener damit gefestigt um. Aber ich kann verstehen, wenn Kids damit starke Probleme haben und sich nicht mal ihren Eltern anvertrauen können. 

Wie bist du selbst damals aus der Situation rausgekommen? 

Ich habe es einfach nicht zu sehr an mich rankommen lassen. Ich war elf Jahre alt und habe damals schon angefangen zu arbeiten. Ich habe Theater gespielt und Synchron gesprochen. Es waren zwar wenige Freunde, aber dafür sehr gute! 

Vielen Dank für das Gespräch!