Im „ZDF-Fernsehgarten“ wurde es am Sonntag hektisch, laut und stellenweise unangenehm. Moderatorin Andrea Kiewel (61), von vielen nur „Kiwi“ genannt, führte durch ein besonders dichtes Programm mit Musik, Sport und Mitmachaktionen. Doch statt lockerer Sommerstimmung häuften sich technische Probleme und missglückte Übergänge.
Andrea Kiewel kämpft mit Mikrofon und vollem Ablaufplan
Gerade Kiewels Reaktionen rückten dabei in den Mittelpunkt. Sie wirkte zunehmend getrieben, sprang von Thema zu Thema und verlor bei einzelnen Einlagen sichtbar den roten Faden. Genau diese Mischung aus Tempo, Improvisation und Verlegenheit prägte die Ausgabe auf dem Mainzer Lerchenberg.
Besonders holprig lief der Auftritt von TV-Koch Armin Roßmeier (77), der eine Gemüseplatte aus dem Airfryer präsentieren sollte. Zunächst funktionierte sein Mikrofon nicht, auch das Ersatzgerät machte Probleme. Andrea Kiewel musste ihm das Mikro schließlich selbst hinhalten, während er arbeitete.
Weil sie dabei immer wieder auf ihre Notizen schaute und das Gespräch nicht sauber führte, war Roßmeier kaum zu verstehen. Im Hintergrund wurde das Publikum immer lauter. Zum Schluss setzte er einen trockenen Satz: „Beim nächsten Mal bringst Du bitte wieder ein anderes Mikro mit“, so Armin Roßmeier im ZDF.
Angelwurf von Kiwi endet über der Zuschauertribüne
Noch peinlicher wurde es bei einer Aktion mit Profianglerin Babs Kijewski. Andrea Kiewel erklärte, sie habe schon als Kind geangelt, und griff selbst zur Rute. Statt das Gewicht locker in den angrenzenden Pool zu werfen, schleuderte sie es weit über die Tribüne hinaus.
Die Schnur verfing sich zusätzlich in einem Lampion, das Einholen wurde zur Geduldsprobe. Kiewel war der Moment deutlich unangenehm, wirkte danach noch nervöser und redete sich durch die Situation. Gerade diese Szene zeigte, wie schnell eine harmlose Mitmachaktion im Live-TV kippen kann.
David Späth reagiert irritiert auf wirres Interview
Nach dem Angel-Moment ging es sportlich weiter, doch auch das Interview mit deutschen Handball-Nationalspielern lief nicht rund. Vor allem Torhüter David Späth (24) wirkte irritiert, als Andrea Kiewel in hohem Tempo durch das Gespräch führte.
Nach einem gewonnenen Siebenmeter-Duell gegen eine Jugendmannschaft legte die Moderatorin noch einen lockeren Spruch nach und verglich seinen Namen mit einem Berliner Spätkauf. Die Bemerkung passte zur aufgekratzten Stimmung, wirkte aber auch wie ein Zeichen dafür, dass die Kontrolle über den Ablauf längst brüchig geworden war.
Steffen Jung und Linda Hesse setzen eigene Akzente
Zwischen den chaotischen Momenten gab es auch Auftritte, die anders in Erinnerung blieben. Sänger Steffen Jung stand erstmals auf der großen Bühne der Show und nutzte den Termin als Startsignal für seinen beruflichen Neuanfang. Wie „saarbruecker-zeitung.de“ berichtet, will der Musiklehrer seine sichere Laufbahn aufgeben.
Stattdessen will er sich ganz der Musik widmen. Ebenfalls viel Aufmerksamkeit bekam Schlagersängerin Linda Hesse (39). Ihr knallpinker Look aus langem Chiffonrock, Spitzen-BH und nudefarbenen High Heels war bewusst gewählt. „Ich trage heute Pink, und das ist heute mehr als nur eine Farbe“, sagte Linda Hesse.