König Charles hat am 100. Geburtstag seiner verstorbenen Mutter mit einer persönlichen Videobotschaft an Königin Elisabeth erinnert. Der Monarch sprach über Verlust, Pflichtgefühl und das bleibende Vermächtnis der langjährigen Regentin. Dabei wurde deutlich, wie eng familiäre Trauer und öffentliche Verantwortung in der Royal Family weiterhin miteinander verbunden sind.
Charles würdigte nicht nur die historische Rolle der Queen, sondern auch ihre Haltung in schwierigen Zeiten. Die Worte des Königs fielen ruhig, persönlich und mit sichtbarer Verbundenheit aus, während Großbritannien an die frühere Monarchin erinnerte.
König Charles nennt die Queen seine „liebste Mama“
In seiner Ansprache gedachte Charles des Lebens seiner Mutter und ihrer jahrzehntelangen Arbeit im Dienst der Öffentlichkeit. „Heute halten meine Familie und ich inne, um über das Leben und den Verlust einer Souveränin nachzudenken, die uns allen so viel bedeutete“, sagte König Charles laut People Magazine.
Besonders innig wurde es zum Schluss, als er sich direkt an sie wandte: „Gott segne dich, liebste Mama. Du bleibst für immer in unseren Herzen und Gebeten“, so König Charles.
Queen Elizabeths Pflichtgefühl steht im Mittelpunkt
Charles hob hervor, dass seine Mutter in Zeiten großer Umbrüche stets beständig geblieben sei. Er erinnerte daran, dass sie über Jahrzehnte hinweg dem Volk verpflichtet gewesen sei und für viele Menschen durch kleine Gesten ebenso präsent war wie bei historischen Staatsmomenten.
Auch eine charmante Erinnerung an den Paddington-Sketch aus ihren letzten Lebensmonaten fand Platz in der Rede. Zugleich deutete der König an, dass die heutige Weltlage seine Mutter wohl tief beschäftigt hätte. Trotzdem habe sie an Zuversicht festgehalten und daran geglaubt, dass das Gute am Ende bestehen könne.
Neue Statue zeigt Queen Elizabeth in jungen Jahren
Parallel zum Gedenken wird in London das endgültige Design einer Bronzestatue vorgestellt, die Königin Elisabeth in jüngeren Jahren zeigt. Die Skulptur von Martin Jennings stellt sie in den zeremoniellen Roben des Hosenbandordens dar und orientiert sich an dem berühmten Porträt von Pietro Annigoni aus dem Jahr 1955.
Wie bbc.com berichtet, soll die Figur in St James’s Park auf einem hohen Sockel nahe dem Buckingham Palace stehen. Die Entscheidung fiel bewusst zugunsten ihrer öffentlichen Rolle und nicht ihrer privaten Leidenschaften wie dem Reitsport.
Gedenkprojekt in London wächst weiter
Das Erinnerungsprojekt geht jedoch weit über eine einzelne Statue hinaus. Geplant sind außerdem eine Büste der Queen aus späteren Jahren, eine Bronzefigur von Prinz Philip sowie eine neu gestaltete Brücke mit gläsernem Geländer, das an eine königliche Tiara erinnern soll.
Ergänzt wird das Vorhaben durch eine digitale Plattform, auf der Menschen eigene Erinnerungen an Elisabeth II. teilen können. Hinzu kommt ein landesweites Förderprogramm für lokale Gemeinschaftsprojekte.
Nach dem Gedenktag in London reisen Charles und Königin Camilla in der kommenden Woche zu einem Staatsbesuch in die USA.