Prinz Harry und Herzogin Meghan sind nach Jahren in Kalifornien mit ihren Kindern Archie und Lilibet nach Großbritannien zurückgekehrt. Kurz darauf ließ König Charles III. schriftlich festhalten, dass beide weiterhin keine arbeitenden Mitglieder der Königsfamilie sind.

Damit bleibt die Linie aus dem Jahr 2020 bestehen: offizielle Aufgaben für das Königshaus sind nicht vorgesehen, ein royales Comeback ebenfalls nicht. Für das Paar kam die öffentliche Klarstellung nach Angaben aus ihrem Umfeld überraschend, so The Sun. Die Mitteilung aus dem Palast setzte damit unmittelbar nach der Rückkehr eine klare Grenze.

König Charles III. bekräftigt den Status als Privatpersonen

In dem Schreiben wurde festgehalten, dass Harry und Meghan in einer Position seien, die mit Privatpersonen vergleichbar ist, die geschäftliche und gemeinnützige Interessen verfolgen. Auch ihre Anrede als „Ihre und Seine Königliche Hoheit“ bleibt weiterhin ausgesetzt.

Das Schreiben bezieht sich auf das Sandringham Agreement aus dem Jahr 2020, das nach dem Rückzug des Paares aus dem Königshaus geschlossen wurde. Schon damals war eine Zwischenlösung ausgeschlossen worden, bei der beide teils privat und teils als arbeitende Royals auftreten. 

Sprecher des Paares meldet späte Information

Aus dem Umfeld der Sussexes hieß es, dass das Team das Schreiben erst kurz vor der Veröffentlichung erhalten habe. „Wir waren ein wenig überrascht, nicht vorher darüber informiert worden zu sein“, so ein Sprecher laut The Sun. Demnach sei die Mitteilung nur knapp vor der Veröffentlichung eingegangen.

Nach dieser Darstellung blieb keine Zeit, Harry und Meghan umfassend zu informieren oder noch einzelne Punkte klarzustellen. Palastquellen widersprechen dem und verweisen darauf, dass das Paar vorab eine Kopie des Schreibens erhalten habe.

Schreiben fällt vor Sitzung zum Polizeischutz

Unklar bleibt, warum der Palast die Mitteilung gerade jetzt öffentlich machte. Im Raum steht ein möglicher Zusammenhang mit einer anstehenden Sitzung des Ravec, eines Gremiums des Innenministeriums. Dort geht es um die Frage, ob Harry und Meghan Anspruch auf staatlich finanzierten Polizeischutz haben.

Nach Berichten aus britischen Medien befürchten Vertraute des Paares, dass das Schreiben in diesem Zusammenhang nachteilig sein könnte. 

Angst um zu viel Aufmerksamkeit

Royal-Experte Phil Dampier schlägt auch noch in einem weiteren Punkt Alarm. Demnach könnte die Angst der Royals, Harry und Meghan würden der Königsfamilie die Show stehlen, hinter dem Schreiben stecken.

„Wenn Harry und Meghan unterwegs sind, wer kann dann schon sagen, dass sie ihre Termine nicht bewusst so legen, um andere Mitglieder der königlichen Familie, insbesondere William und Catherine, in den Schatten zu stellen?“, so der Experte gegenüber The Sun.

Und weiter: „Ich glaube, sie versuchen es einfach mal. Die Befürchtung ist, dass sie, sobald sie anfangen, sich für wohltätige Zwecke zu engagieren und bei verschiedenen Anlässen aufzutauchen, wie Mitglieder des Königshauses aussehen, wie Mitglieder des Königshauses reden und sich selbst als Herzog und Herzogin von Sussex bezeichnen werden – obwohl sie natürlich keine aktiven Mitglieder des Königshauses sind.“

Rückkehr nach Großbritannien nach sechs Jahren in Kalifornien

Ende August kehrten die Sussexes mit Prinz Archie und Prinzessin Lilibet nach Großbritannien zurück. Berichten zufolge soll die Familie in die Cotswolds westlich von London gezogen sein. Nach sechs Jahren in den USA wäre das eine deutliche Verlagerung ihres Lebensmittelpunkts.

Gleichzeitig ändert der Umzug nach der Klarstellung des Palasts nichts an ihrem offiziellen Status. Auch wohltätige und geschäftliche Aktivitäten erfolgen weiterhin privat und unabhängig vom Königshaus. Eine Nutzung der HRH-Titel ist nach der bestehenden Regelung ebenfalls nicht vorgesehen.