In einem BBC-Interview zieht Dianas Bruder Parallelen zu der Berichterstattung über seine Schwester und die über Harry und Meghan und spricht von „Echos“ in der heutigen Darstellung des Paares. Zugleich steht er weiter zu seinen Vorwürfen gegen König Charles.
Der Sussex-Konflikt, alte Wunden nach Dianas Tod und ein neues Interview treffen damit in einem heiklen Moment aufeinander, nachdem Harry und Meghan Ende August aus Kalifornien nach Großbritannien zurückgekehrt sind.
Earl Spencer sieht Parallelen zu Diana
Im Gespräch sagt der Earl, die Berichterstattung über Harry und Meghan erinnere ihn an den Umgang mit Diana. „Wenn man sich einen Boulevardartikel über Diana oder über Harry und Meghan ansieht, dann können sie wirklich, wirklich unangenehm sein“, so Earl Spencer laut BBC.
Für Menschen, die auf diese Weise täglich zerstört würden, müsse das ein „krebsartiger Einfluss“ auf ihr Leben sein, so Dianas Bruder. Über seine Schwester sagt er, sie sei sehr empfindlich gegenüber Kritik gewesen und durch die Angriffe der Presse „wirklich niedergedrückt“ worden.
Harry und Meghan kritisieren die Presse seit Jahren
Die Sussexes sprechen seit Langem offen über ihren Konflikt mit britischen Medien. Harry sagte 2021 im Interview mit Oprah Winfrey, die Boulevardpresse habe ein „toxisches Umfeld“ aus Kontrolle und Angst geschaffen. Meghan erklärte in der Netflix-Serie des Paares 2022, die Medien hätten einen Weg gesucht, sie zu zerstören, egal was sie getan habe.
Im Juli verloren Harry und sechs weitere Kläger, darunter Elton John und Liz Hurley, einen Datenschutzprozess gegen den Verlag der Daily Mail.
Streit um Charles überschattet das Interview
Parallel zu seinen Aussagen über Harry und Meghan verteidigt Spencer auch seine Darstellung eines Telefonats mit Charles aus den Tagen nach Dianas Tod. Dabei geht es um den Vorwurf, der heutige König habe gesagt, man werde Diana „früh genug vergessen“.
Der Buckingham Palace reagiert mit einer scharf formulierten Erklärung und teilt mit, der König sei sich bewusst, dass brüderliche Trauer Vernunft trüben, Urteilsvermögen beeinflussen und Erinnerungen färben könne. Der Earl sieht darin einen Versuch, seine Glaubwürdigkeit zu untergraben, und spricht im Zusammenhang mit dem Palaststatement von psychologischer Manipulation.
Earl Spencer bleibt bei seiner Version
In dem Interview weist Spencer Zweifel an seiner Schilderung zurück: „Ich sage die Wahrheit.“ Er berichtet außerdem von einem heftigen Streit über Dianas Beisetzung. Nach seiner Darstellung habe Charles damals die Spencer-Familie scharf angegriffen. Der Earl sagt, er habe enge Freunde und Angehörige direkt nach dem Gespräch informiert, weil ihn die angeblichen Worte des Königs so erschüttert hätten.