Prinz Harry ist seit Dienstag wieder in London, doch sein Aufenthalt scheint alles andere als nach Plan zu laufen. Zunächst hieß es, der 41-Jährige werde im Buckingham-Palast übernachten. Kurz darauf wurde das jedoch vom Palast selbst dementiert.

Nach Angaben aus seinem Umfeld war ein Angebot für eine royale Residenz zwar zunächst angenommen worden, später aber doch nicht mehr verfügbar. Wie das Königshaus erklärte, habe Harry eine gesetzte Frist nicht eingehalten und deshalb seine Unterkunft verloren.

Prinz Harry verliert Verfahren gegen die Daily Mail

Nur wenig später folgte für den jüngeren Sohn von König Charles III. der nächste Rückschlag: Ein Gericht in London wies sämtliche Klagepunkte gegen Associated Newspapers Limited, den Verlag der „Daily Mail“, ab. Harry und mehrere Mitkläger hatten dem Unternehmen vorgeworfen, mit unrechtmäßigen Methoden private Informationen beschafft zu haben.

Das Gericht sah diese Vorwürfe jedoch nicht als bewiesen an. Harry reagierte auf die Entscheidung mit deutlicher Enttäuschung.

„Wir haben weder das eine noch das andere erhalten“

In einer gemeinsamen Stellungnahme formulierten Prinz Harry und Mitklägerin Baroness Doreen Lawrence ihren Frust ungewöhnlich scharf. Laut „BBC“ machen sie deutlich, dass sie vor Gericht gezogen seien, „um Gerechtigkeit und Rechenschaft zu suchen. Doch wir haben weder das eine noch das andere erhalten.“ 

Weiter hieß es, das Gericht habe den Verlag entlastet, obwohl Dokumente aus Sicht der Kläger etwas anderes nahelegten. Harry hatte sich zuvor bei einem Termin in London nicht öffentlich zu Nachfragen über das Urteil äußern wollen. Auch auf öffentliche Unterstützung von der Königsfamilie konnte Harry während des Verfahrens nicht setzen.

Verhältnis zur Königsfamilie bleibt angespannt

Die Reise zeigt erneut, wie kompliziert Harrys Verhältnis zum Königshaus geblieben ist. Seit dem Rückzug von seinen royalen Pflichten im Jahr 2020 lebt er mit Meghan und den beiden Kindern in Kalifornien. In den vergangenen Jahren hatte er mehrfach erklärt, seine Familie wegen Sicherheitsbedenken nur ungern nach Großbritannien zu bringen. Zugleich hatte er im vergangenen Jahr den Wunsch nach einer Versöhnung geäußert. Nun treffen ein verlorener Prozess, offene Wohnungsfrage und familiäre Distanz aufeinander, während Harry dennoch seine öffentlichen Termine in London wahrnimmt.