Prinz Harry ist mit Herzogin Meghan, Prinz Archie und Prinzessin Lilibet nach Großbritannien zurückgekehrt, doch seine neue Nähe zum Heimatland ändert offenbar nichts an seiner Rolle innerhalb der Monarchie. Der Herzog von Sussex soll bei einem der bedeutendsten royalen Termine des Jahres nicht dabei sein: dem Remembrance Sunday am Cenotaph.

Für Harry, der zehn Jahre in den Streitkräften diente und zwei Afghanistan-Einsätze absolvierte, ist das ein besonders sensibles Thema. Trotzdem scheint er sich damit abgefunden zu haben, den Gedenktag nicht im offiziellen Rahmen zu begehen.

Prinz Harry fehlt beim Gedenken am Cenotaph

Wie der britische Express berichtet, wird Harry als nicht arbeitendes Mitglied der Königsfamilie nicht an staatlichen Veranstaltungen teilnehmen. Dazu zählt auch das Gedenken am zweiten Sonntag im November. Statt eines öffentlichen Auftritts soll er den Tag privat begehen, auch um Schwierigkeiten bei Organisation und Sicherheit zu vermeiden.

Ein Insider schilderte seine Haltung laut i Paper so: „Würde er gern am Cenotaph teilnehmen? Würde er gern auf die richtige Weise seinen Respekt erweisen, wie Menschen es am Remembrance Sunday und am Armistice Day tun? Natürlich würde er das."

Rückkehr nach Großbritannien nur als Privatfamilie

Harry, Meghan und ihre beiden Kinder kamen vor wenigen Tagen mit einem Privatjet aus Kalifornien an und landeten am Flughafen Birmingham. Die Familie soll sich nun für einen längeren Zeitraum in Großbritannien einrichten. Als möglicher Wohnort werden die Cotswolds genannt.

Auch für Archie und Lilibet gibt es bereits konkrete Pläne: Beide Kinder sollen ab September britische Schulen besuchen. Öffentlich geäußert haben sich die Sussexes zu diesem deutlichen Kurswechsel bislang nicht, obwohl ihr Abschied aus dem Königshaus vor sechs Jahren weltweit intensiv verfolgt wurde.

König Charles zieht eine klare Grenze

Die Rückkehr der Familie bedeutet offenbar keine Rückkehr in offizielle Aufgaben. König Charles soll zwar bereit sein, mehr Zeit mit Harry und Meghan zu verbringen, gleichzeitig aber klar daran festhalten, dass beide keine arbeitenden Royals sein werden.

Berichten zufolge erfuhr der Monarch erst drei Tage vor dem Bekanntwerden von den Umzugsplänen. Damit bleibt die Linie des Palasts eindeutig: familiäre Nähe ist möglich, eine institutionelle Wiedereingliederung jedoch nicht. Auch deshalb gilt die Teilnahme an staatlichen Zeremonien für Harry derzeit als ausgeschlossen.

Prinz William reagiert bislang nicht öffentlich

Zusätzlich wird die Lage durch die weiterhin angespannte Beziehung innerhalb der Familie geprägt. Zwischen Harry und Prinz William soll das Verhältnis nach wie vor belastet sein. Als die Sussexes nach Großbritannien zurückkehrten, hielt sich William gemeinsam mit König Charles in Balmoral auf. Eine öffentliche Reaktion des Thronfolgers gibt es bisher nicht.

Die Spannungen hatten sich in den vergangenen Jahren verschärft, unter anderem durch Kritik von Harry und Meghan an der Royal Family, die in Interviews, einer Netflix-Produktion und Harrys Autobiografie zur Sprache kam. Gerade deshalb wirkt seine Ausladung von offiziellen Gedenkterminen besonders bitter.