Am Donnerstagnachmittag tauchte auf X plötzlich eine Meldung auf, die den angeblichen Tod von König Charles III. verkündete. Veröffentlicht wurde sie auf dem Account von Rebecca English, der Royals-Expertin der Daily Mail.
Der Beitrag erschien gegen 17.10 Uhr und war kurz darauf wieder gelöscht. Darin hieß es, es gebe Berichte über den Tod des Monarchen, weitere Einzelheiten würden noch geprüft.
Rebecca English meldet Hack ihres Accounts
Nur wenige Minuten nach dem Beitrag erklärte Rebecca English selbst, was passiert war. „Mein Account wurde gehackt. Ich werde mich von diesem Konto abmelden und es zurücksetzen. Danke an alle, die mich darauf aufmerksam gemacht haben“, schrieb sie laut t-online.
Damit war die Falschmeldung rasch eingeordnet. Eine offizielle Reaktion der Royal Family auf den Vorfall gab es zunächst nicht. Statt einer Stellungnahme blieb es bei den öffentlichen Terminen und den regulären Mitteilungen des Königshauses auf den sozialen Kanälen.
Royal Family postet Video von Camilla aus Brixton
Am Abend veröffentlichte die Royal Family auf Instagram ein Video von Königin Camilla. Sie besuchte als Präsidentin des Ebony Horse Club den Reitstall des Jugend- und Gemeinschaftsreitzentrums in Brixton.
Parallel wurde bekannt, dass sich Charles auf weitere Verpflichtungen vorbereitet. Das Königshaus teilte am selben Tag auf Instagram mit, dass Sultan Haitham bin Tarik, Sultan of Oman, das britische Königspaar im Oktober zu einem Staatsbesuch treffen wird.
Charles hielt zuvor eine Rede im British Museum
Kurz vor der Mitteilung zum Staatsbesuch war der Monarch noch selbst öffentlich zu sehen. Im British Museum hielt er eine Rede und war dabei putzmunter. In seiner Ansprache sprach er über die enge Freundschaft zwischen Großbritannien und Frankreich.
Die Falschmeldung auf X war damit schon kurz nach ihrem Erscheinen klar widerlegt. Öffentliche Auftritte und aktuelle Termine des Königs liefen weiter wie geplant. Auch aus den offiziellen Kanälen des Palasts ergaben sich am Donnerstag keine Hinweise auf eine gesundheitliche Notlage.
Radio Caroline hatte schon im Mai falsch berichtet
Es war nicht der erste Vorfall dieser Art in diesem Jahr. Bereits am 19. Mai verbreitete die britische Radiostation Radio Caroline irrtümlich eine vorbereitete Todesmeldung über den König. Während einer Sendung liefen mehrere Ansagen, anschließend war auf DAB+ für 16 Minuten Stille zu hören.
Erst rund eine halbe Stunde später folgten Korrektur und Entschuldigung. Die Medienaufsicht Ofcom wertete den Fall als schweren Verstoß gegen die Rundfunkregeln.