Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (44) justieren ihren Umgang mit der Öffentlichkeit neu – vor allem, was ihre Kinder Prinz Archie (6) und Prinzessin Lilibet (4) betrifft. Jahrelang hielten der ehemalige Royal und die frühere Schauspielerin Gesichter und Alltag der beiden strikt aus den Kameras heraus, teilten höchstens Aufnahmen von hinten oder aus der Distanz. Nun deuten ein aktuelles Weihnachtsfoto und Formulierungen rund um ihre Stiftung Archewell auf eine behutsame Neuausrichtung hin. Die Familie bleibt abgeschirmt in Kalifornien, doch die Art, wie Harry und Meghan Einblicke dosieren, wirkt überlegter und langfristiger angelegt als zuvor.
Weihnachtsfoto zeigt Archie ungewohnt deutlich
Für Diskussionen sorgte ein Familienbild aus dem Dezember, das Harry seinen Sohn im Arm zeigt – Archies Gesicht ist dabei deutlich erkennbarer als auf früheren Motiven. Die Kinder sind zentral im Bild platziert, eingerahmt von ihren Eltern, die sie eng an sich drücken.
Laut kurier.at sieht Körpersprache-Expertin Judi James darin einen bewussten Schritt: Das Foto zeige eine liebevolle, fast märchenhafte Szenerie, in der Archie und Lilibet im Mittelpunkt stehen, aber zugleich geschützt wirken. Die Atmosphäre ist warm, fast filmisch – und doch fällt auf, dass der Sechsjährige präsenter ist als bisher, während Lilibet weiterhin eher dezent gezeigt wird.
Expertin spricht von „allmählicher Kehrtwende“
Kommunikations-Profi Judi James ordnet diese Entwicklung als strategischen Prozess ein. Die Sussexes hätten über Jahre nur kurze, stark kontrollierte Einblicke zugelassen und damit – gewollt oder nicht – die Neugier erhöht, berichtet Promiflash. Nun könne das Weihnachtsfoto „der Beginn einer allmählichen Kehrtwende sein, um die Öffentlichkeit an mehr Einblicke in das Leben der Kinder zu gewöhnen, ohne dabei jedoch einen Hype auszulösen“.
Ein abrupter Wechsel wäre aus ihrer Sicht riskant: Zu viel Sichtbarkeit auf einmal könnte Archie und Lilibet vom Medieninteresse überrollen. Deshalb sei ein langsames, klar gesteuertes Vorgehen entscheidend. Weiter bemerkt James jedoch: „Die kurzen Einblicke haben eher Interesse und Spekulationen angeheizt, als die Art von Anonymität zu gewährleisten, die möglicherweise eingetreten wäre, wenn die ganze Familie ins Ausland gezogen wäre und dort ein unauffälliges Leben geführt hätte".
Archewell-Neustart bindet Archie und Lilibet ein
Parallel zum Bild veröffentlichten Harry und Meghan ein Statement zum Neustart ihrer Stiftung Archewell. Darin betonen sie, ihre philanthropischen Projekte künftig noch stärker als Familie voranzutreiben. Wie kurier.at meldet, werden Archie und Lilibet dabei ausdrücklich als Teil dieses Weges erwähnt – nicht als Projektionsfläche, sondern als Motivation.
PR-Beraterin Mayah Riaz spricht von einer „subtilen Neupositionierung“: Die Kinder würden nicht ins Rampenlicht gedrängt, sondern als Kern des „Warum“ markiert. Archewell soll langfristig als Familienprojekt bestehen, bei dem Werte, Engagement und Vermächtnis wichtiger sind als schnelle Schlagzeilen.
Kritik von eigenen Freunden
Die Umorientierung in Bezug auf Archie und Lili kommt jedoch nicht überall gut an. Sogar eigene Bekannte kritisieren die Sussexes für diesen Schritt. Ein alter Freund des Paares erklärte gegenüber der Daily Mail:
„Harry und Meghan haben immer so sehr darauf bestanden, dass ihre Kinder ihren eigenen Weg im Leben gehen können, ohne den Druck von Erwartungen oder Titeln. Ich kann nicht glauben, dass Harry dahintersteckt“.
Weiter meint er, dass es Meghan sein muss, die sich für diesen Schritt in die Öffentlichkeit gewagt hat. Ob es sich bei dem angeblichen Freund um eine verlässliche Quelle handelt, wird jedoch im Mirror bezweifelt.
Kalifornischer Alltag mit klaren Grenzen
Im Alltag in Kalifornien setzen Harry und Meghan auf Normalität mit klaren Regeln. Gelegentlich teilen sie Impressionen vom Leben mit Archie und Lilibet – etwa Ausflüge aufs Kürbisfeld oder gemeinsames Kochen – ohne dabei intime Details preiszugeben. Laut Promiflash binden sie ihre Kinder zudem vorsichtig in wohltätige Aktionen ein, etwa bei Einsätzen in Gemeinschaftsküchen.
Wünsche der Kleinen werden ernst genommen, doch nicht jeder Impuls führt zu Luxus. Genau diese Mischung aus Wärme, Struktur und kontrollierter Öffentlichkeit scheint nun auch den nächsten Abschnitt zu prägen: Ein langsamer Übergang, bei dem die Eltern die Erzählung bestimmen und ihre Kinder Schritt für Schritt in den Geist von Archewell hineinwachsen.