Der Rückzug von Prinz Harry und Herzogin Meghan aus dem engeren Kreis der arbeitenden Royals war kein stiller Schritt, sondern das Ergebnis eines langen Ringens hinter Palastmauern. Neue Berichte zeigen nun, wie deutlich Königin Elisabeth II. die Lage damals einordnete.
Im Zentrum stand Harrys Wunsch, eine Zwischenlösung zu finden: weniger royale Pflichten, mehr Eigenständigkeit, aber weiterhin eine offizielle Verbindung zur Familie. Gerade diese Idee soll jedoch auf entschiedenen Widerstand gestoßen sein – und machte den Bruch am Ende deutlich greifbarer, als es die öffentliche Erklärung damals vermuten ließ.
Prinz Harry wollte eine Zwischenlösung mit der Queen
Wie PageSix berichtet, soll Harry vor dem endgültigen Abschied darauf gedrängt haben, einen Weg zu finden, der beide Seiten zusammenhält. Laut dem neuen Buch des Royal-Historikers Hugo Vickers wollte er ein Modell, bei dem er sich selbst finanziert, aber weiter für die Krone tätig bleibt.
Bei einem Treffen in Sandringham sei ihm dann die Grenze klar aufgezeigt worden. „Es gibt nur ganz drin oder ganz draußen“, so Königin Elisabeth II. laut Hugo Vickers. Für Harry bedeutete das am Ende einen Schritt, der offenbar nicht aus voller Überzeugung geschah, sondern unter großem innerem Druck.
Sandringham wurde zum Wendepunkt für den Sussex-Abschied
Das Treffen auf dem Landsitz Sandringham gilt damit als Schlüsselmoment der Entwicklung. Dort arbeiteten mehrere enge Vertraute des Hofes an einem Vorschlag für die Zukunft des Paares. Doch die von Harry gewünschte Mischform hatte keine Chance. Statt eines gestaffelten Rückzugs stand am Ende nur eine vollständige Entscheidung im Raum.
Kurz darauf folgte im Januar 2020 die offizielle Mitteilung, dass Harry und Meghan ihre Rollen als arbeitende Royals niederlegen. Wenige Monate später verließen sie Großbritannien dauerhaft und bauten sich in Kalifornien ein neues Leben auf – fern von den täglichen Verpflichtungen des Hofes.
Königin Elisabeth wollte ihre Urenkel noch einmal sehen
Trotz aller Spannungen riss der familiäre Faden nicht vollständig ab. Im Juni 2022 reisten Harry und Meghan mit ihren Kindern Archie und Lilibet nach Großbritannien, um Zeit mit der Queen zu verbringen. Wie Page Six unter Berufung auf den Biografen Robert Hardman schreibt, hatte Elisabeth den Wunsch, alle ihre Urenkel in jenem Sommer noch einmal um sich zu haben.
„Sie wollte sicherstellen, dass sie alle eine wirklich schöne Erinnerung an sie haben“, sagte ein Freund der Familie laut Daily Mail. Dieser Wunsch verleiht den letzten Begegnungen eine besonders persönliche Note.
Harrys Verhältnis zur Familie bleibt belastet
Die neuen Details fügen sich in ein Bild, das bis heute von Distanz geprägt ist. Das Verhältnis zwischen Harry und Prinz William gilt weiterhin als angespannt, auch wenn es zwischen Harry und König Charles zeitweise Zeichen vorsichtiger Annäherung gegeben haben soll.
Der Abschied aus dem Königshaus war damit nicht nur ein institutioneller Schnitt, sondern auch ein familiärer Einschnitt mit Folgen bis in die Gegenwart. Wäre die Queen auf Harrys Forderungen eingegangen, hätte sie seinen Bruch mit der Königsfamilie wohl ein Stück weit verhindern können.