Norwegen trauert um König Harald, der am frühen Morgen des 28. August 2026 im Universitätskrankenhaus Oslo gestorben ist. Mit seinem Tod ging die Krone unmittelbar auf seinen Sohn über: Aus Kronprinz Haakon wurde König Haakon.

Noch am Vormittag zeigte er sich bei einer außerordentlichen Kabinettssitzung erstmals dem Volk. Der Moment war von Trauer geprägt, zugleich markierte er den Beginn einer neuen Ära im Königshaus. Während das Land Abschied nimmt, läuft der Machtwechsel nach klaren verfassungsrechtlichen Regeln ab.

König Haakon VIII. nennt Motto „Alles für Norwegen“

Kurz nach der Sitzung veröffentlichte das norwegische Königshaus auf Instagram das erste offizielle Porträt des neuen Monarchen. Dazu hieß es: „Seine Majestät König Haakon VIII. – Alles für Norwegen.“ Damit stand nicht nur sein Königsname fest, sondern auch sein Wahlspruch.

Wie Gala berichtet, knüpft Haakon damit an eine Familientradition an, denn bereits sein Vater und sein Großvater nutzten dasselbe Motto. Der neue König tritt sein Amt also in einem historischen Rahmen an, der im norwegischen Königshaus tief verankert ist.

Ingrid Alexandra übernimmt als Kronprinzessin mehr Verantwortung

Beim ersten öffentlichen Auftritt stand Haakon nicht allein im Fokus. An seiner Seite war Tochter Ingrid Alexandra die nun offiziell den Titel der Kronprinzessin trägt. Erste Bilder zeigten laut VG beide bei der Begrüßung von Regierungsmitgliedern im Schloss in Oslo.

Haakon trug eine offizielle Uniform und winkte den wartenden Menschen zu, Ingrid Alexandra folgte ihm mit einem blauen Ordner unter dem Arm. Ehefrau Mette-Marit und Sohn Prinz Sverre Magnus waren bei diesem Termin nicht dabei. 

Eid im Schloss vollzieht den Machtwechsel formell

Nach der Ausrufung einer nationalen Trauerzeit bis zur Beisetzung von König Harald fuhr die Familie zum königlichen Schloss. Dort nahm Haakon an der Kabinettssitzung teil und legte seinen Eid ab. In diesem Rahmen teilte er offiziell den Tod seines Vaters mit, bestätigte seinen Titel und nannte seinen Wahlspruch.

Zwar geht die Krone in Norwegen im Moment des Todes direkt auf den Nachfolger über, doch erst mit dem Staatsrat wird der Wechsel formell vollzogen. Für die Sitzung muss mindestens die Hälfte der Regierungsmitglieder anwesend sein.

König Harald findet seine letzte Ruhe in Akershus

Parallel zum Thronwechsel richtet sich der Blick auch auf den Abschied von Harald V. Der verstorbene Monarch soll im königlichen Mausoleum auf der Festung Akershus in Oslo beigesetzt werden. Dort befinden sich bereits die Grabstätten von Haakon VII. und Maud sowie von Olav V. und Märtha.

Schon seit 2024 wird an einem gemeinsamen Sarkophag für Harald und Königin Sonja gearbeitet, entworfen vom Architekturbüro Snøhetta, berichtet Bild. Während Norwegen nun trauert, beginnt für König Haakon zugleich die größte Aufgabe seines Lebens.