Es sind dramatische Stunden für das britische Königshaus: Während Andrew Mountbatten-Windsor auf dem Sandringham-Anwesen in Norfolk wegen des Verdachts auf „misconduct in public office“, also möglichen Amtsmissbrauch, festgenommen wird, läuft der royale Terminkalender unbeirrt weiter. Nur wenige Stunden nach der Festnahme erscheint Königin Camilla wie geplant in der Londoner Sinfonia Smith Square Hall, freundlich, professionell, gefasst. Die 78-Jährige trifft dort junge Musiker des Tri-Borough Music Hub, lässt sich durch den Saal führen und verfolgt mehrere Darbietungen – ein deutliches Signal, dass die Spitze der Monarchie trotz familiärer Erschütterung Haltung zeigt, wie krone.at berichtet.

Camilla bei Musiktermin – heikle Frage vor Kameras

Beim Auftritt in Westminster wirkt Camilla laut Beobachtern gut gelaunt, scherzt mit den Nachwuchstalenten und zeigt sich interessiert an deren Probenalltag. Bilder zeigen sie in einem eleganten, dunklen Mantel und mit dezentem Schmuck – klassisch, zurückgenommen, passend zur angespannten Lage.

Doch beim Verlassen des Konzertsaals wird der Termin plötzlich politisch: Vor laufenden Kameras ruft ein Reporter der Queen zu: „Sind Sie besorgt über Andrews Verhaftung, Eure Majestät?“ Camilla bleibt stehen, winkt knapp – und schweigt. Keine spontane Reaktion, kein Kommentar zu der Nachricht, die derzeit Großbritannien beschäftigt. Nach außen dominiert Contenance, während hinter Palastmauern Krisenmodus herrscht.

König Charles betont Rechtsstaat und setzt Termine fort

Auch König Charles III. entscheidet sich an diesem Tag bewusst für Normalität. Der 77-jährige Monarch absolviert wie vorgesehen seine Botschafter-Audienzen im St. James’s Palace, später folgte ein weiterer Termin in London zur Eröffnung der Fashion Week. Fragen nach seinem jüngeren Bruder blendet er ebenso aus.

Stattdessen spricht er über eine schriftliche Erklärung: Er habe die Festnahme Andrews „mit größter Besorgnis“ zur Kenntnis genommen, zitiert heute.at aus dem Statement. „Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen“, heißt es weiter. Charles betont, es werde ein „umfassender, fairer und ordnungsgemäßer Prozess“ erwartet, und sichert der Polizei „uneingeschränkte und vorbehaltlose Unterstützung und Zusammenarbeit“ zu.

Volles Programm 2026: USA-Reisen und Kates möglicher Neustart

Parallel zur Affäre um Andrew stehen für die Windsors intensive Monate an. Im April wird König Charles in den USA erwartet, im Sommer soll Prinz William für die Fußballweltmeisterschaft der Männer über den Atlantik reisen, wie Gala berichtet. Anlass ist zudem der 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten.

Spekuliert wird, ob auch Catherine, Princess of Wales, erstmals seit mehreren Jahren wieder zu einem Übersee-Besuch aufbricht. Nach ihrer Krebsdiagnose Anfang 2024 hatte sich die 44-jährige Princess of Wales weitgehend zurückgezogen, 2025 aber schrittweise mehr Termine übernommen. 2026 könnte für sie zum persönlichen und beruflichen Neuanfang werden – in einem Jahr, in dem die Monarchie mehr denn je auf Stabilität und Disziplin angewiesen ist.