Königin Máxima Zorreguieta Cerruti wurde am 17. Mai 1971 in Buenos Aires geboren. Gestern feierte sie ihren 55. Geburtstag. Heute ist sie eines der charismatischsten Mitglieder europäischer Königshäuser, beliebt für ihre Wärme, ihre Lebensfreude und ihre seltene Begabung, Menschen ungeachtet ihres Standes auf Augenhöhe zu begegnen. Doch der Anfang dieser außergewöhnlichen Liebe begann nicht im Palast. Sondern bei einer Tapas-Party in Spanien.
Königin Máxima und die Begegnung, die fast nicht stattgefunden hätte
Im April 1999 wurde Máxima zu einer privaten Party während der Feria de Sevilla eingeladen, dem berühmten Frühlingsfest der andalusischen Stadt. Eine Freundin hatte sie mitgenommen. Dort traf sie auf den 32-jährigen Willem-Alexander, Kronprinz der Niederlande. Er stellte sich ihr schlicht als „Alexander" vor und verschwieg seinen wahren Hintergrund.
Erst zwei Tage später erfuhr Máxima, mit wem sie eigentlich gesprochen und getanzt hatte. Über die erste Begegnung sagte sie später dem niederländischen „Jeugdjournaal" sehr nüchtern: „Der Anfang war nicht so gut. Ich mochte ihn gar nicht, aber das hat sich geändert." Eine erstaunlich ehrliche Aussage einer Frau, die später ganze Niederlande mit ihrem Charme erobern sollte – und es offenbar nicht für nötig hielt, ihre Liebesgeschichte zu verkitschen.
Königin Máxima und der Vater, der nicht zur Hochzeit kommen durfte
Hinter dem Märchen aus Sevilla stand bald die schwerste Prüfung der jungen Beziehung. Als die Verlobung mit dem niederländischen Kronprinzen bekannt wurde, brach in den Niederlanden eine politische Debatte aus. Máximas Vater Jorge Zorreguieta war zwischen 1976 und 1981 Landwirtschaftsminister unter dem argentinischen Diktator Jorge Rafael Videla gewesen – während dessen Regime über 30.000 Menschen verschwanden.
Die Niederländer hatten Bedenken. Ein Kompromiss wurde gefunden. Jorge Zorreguieta verurteilte öffentlich die Terrorherrschaft der Militärjunta und blieb der Hochzeit am 2. Februar 2002 in Amsterdam aus Rücksicht auf das niederländische Volk fern. Für Máxima muss es ein bitterer Tag gewesen sein. Eine Tochter, die ihren Vater an ihrem schönsten Tag nicht an ihrer Seite hatte. Es war die erste von vielen großen Prüfungen, die ihr Charakter überstehen sollte.
Königin Máxima und drei Töchter, die niemand aus den Fugen bringt
Aus der Ehe mit König Willem-Alexander gingen drei Töchter hervor: Catharina-Amalia, genannt Amalia, geboren am 7. Dezember 2003. Sie ist heute Thronfolgerin Nummer eins. Es folgten Alexia (2005) und Ariane (2007). Was in den Niederlanden besonders geschätzt wird: Máxima hat ihre Töchter weitgehend aus dem öffentlichen Rampenlicht gehalten. Die Mädchen besuchten reguläre Schulen, durften studieren und ihr Leben weitgehend normal gestalten.
Amalia studierte in Amsterdam und lebte zwischenzeitlich in den Niederlanden in einer Studenten-WG. Als 2022 öffentlich wurde, dass Drogenmafia-Kreise eine Entführung der Prinzessin geplant hatten, zog die Familie sie sicherheitshalber für einige Monate nach Spanien. Selbst in dieser Krise blieb Máxima die ruhige Konstante. Wer sie damals neben ihrem Mann in der Öffentlichkeit erlebte, sah eine Frau, die in der Lage war, Sturm in Stärke umzuwandeln.
Königin Máxima mit 55 – die argentinische Holländerin
Heute, einen Tag nach ihrem 55. Geburtstag, ist Máxima eine der beliebtesten Königinnen Europas. UN-Sonderbotschafterin für finanzielle Inklusion seit 2009. Eine Frau, die in mindestens fünf Sprachen brilliert – Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und ein inzwischen makelloses Niederländisch. Ein Volk, das ihr anfangs misstrauisch begegnete, schließt sie heute fast bedingungslos ins Herz.
Wenn sie auf einem Markt in Den Haag den Bäcker drückt oder bei einem Schulbesuch zu spät erscheint, weil sie noch mit einem Schüler reden wollte, spürt jeder: Das ist nicht inszeniert. Das ist sie. Vielleicht ist es genau diese Mischung aus argentinischer Wärme und niederländischer Gradlinigkeit, die Königin Máxima zu dem macht, was sie heute ist. Eine Königin, die nie eine werden wollte. Und gerade deshalb perfekt eine geworden ist.