Prinz Philip starb im April 2021 im Alter von 99 Jahren, nur wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag. Offiziell wurde als Todesursache „Altersschwäche“ vermerkt, doch neue Details aus einer Biografie geben nun einen tieferen Einblick in seinen Gesundheitszustand in den letzten Lebensjahren.

Laut Auszügen aus dem Buch „Queen Elizabeth II“, die „Daily Mail“ veröffentlichte, soll der Ehemann von Königin Elisabeth II. bereits lange vor seinem Tod mit einer schweren Erkrankung gelebt haben.

Prinz Philip lebte jahrelang mit Krebsdiagnose

Demnach schreibt Biograf Hugo Vickers in seinem Werk über Königin Elisabeth II., dass Prinz Philip während eines Krankenhausaufenthalts im Juni 2013 untersucht wurde. Ärzte hätten dabei einen Schatten auf der Bauchspeicheldrüse entdeckt.

Es folgte eine explorative Operation, bei der sich laut dem Autor ein inoperabler Bauchspeicheldrüsenkrebs bestätigte. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Philip demnach fast acht Jahre mit der Diagnose lebte und damit deutlich länger als viele Betroffene mit dieser Erkrankung.

Krankenhausaufenthalte prägten seine letzten Jahre

Schon vor dieser Diagnose hatte Prinz Philip mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Dezember 2011 wurde er wegen einer verstopften Herzkranzarterie behandelt. Zwei Jahre später kam es dann zu dem Eingriff in der privaten London Clinic in Marylebone.

Die Berichte zeichnen das Bild eines Mannes, der trotz seines hohen Alters und mehrerer medizinischer Eingriffe seinen Alltag so lange wie möglich selbstbestimmt gestalten wollte. Gerade in den letzten Jahren zog er sich zwar zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück, blieb innerhalb der Familie aber eine prägende Figur.

Hugo Vickers schildert Philips letzte Nacht

Besonders eindringlich sind die Schilderungen zu den letzten Stunden des Royals. Hugo Vickers beschreibt, dass Prinz Philip in seiner letzten Nacht den Pflegekräften entwischt sei und sich mit seinem Rollator durch einen Flur von Schloss Windsor bewegt habe.

Anschließend habe er sich selbst ein Bier eingeschenkt und es im Oak Room, einem Wohnzimmer der Residenz, getrunken. Am nächsten Morgen sei er aufgestanden, habe ein Bad genommen und gesagt, dass er sich nicht wohl fühle. Danach sei er friedlich gestorben.

Queen Elizabeth war nicht an seiner Seite

Als Prinz Philip starb, war die Queen nicht bei ihm. Die Monarchin, die selbst im September 2022 im Alter von 96 Jahren starb, soll dieser Umstand sehr getroffen haben. „Wie so oft im Leben ging er, ohne sich zu verabschieden“, heißt es in dem Buch. Die neuen Angaben aus der Biografie verleihen Philips letzten Tagen zusätzliche Tragik und zeigen zugleich, mit welcher Ruhe er seinem Ende begegnete.