Sechs Jahre nach ihrem Abschied aus dem Königshaus schlagen Prinz Harry und Herzogin Meghan ein neues Kapitel auf: Im Spätsommer zieht die Familie mit Prinz Archie und Prinzessin Lilibet für längere Zeit nach Großbritannien. Geplant ist ein privater, nicht-königlicher Wohnsitz außerhalb von London, während das Zuhause in Montecito bestehen bleibt.
Die Kinder sollen dort ab September zur Schule gehen. Für Harry ist der Schritt eng mit seiner Herkunft verbunden. „Harry hat nie wirklich aufgehört, seine Heimat zu vermissen. Er hat dieses Gefühl der Verbundenheit und Zugehörigkeit vermisst. Großbritannien ist in vielerlei Hinsicht immer noch seine Heimat“, so ein Insider laut People.
Prinz Harry will Archie und Lilibet seine Herkunft näherbringen
Der Umzug bedeutet keine Rückkehr in offizielle royale Aufgaben. König Charles soll deutlich gemacht haben, dass es bei dem Status als private Familienmitglieder bleibt. Trotzdem verändert die Nähe vieles: Archie und Lilibet können künftig britische Traditionen und die Geschichte von Harrys Familie unmittelbarer erleben.
Im Sommer trafen die Kinder bereits ihren Großvater in Highgrove und verbrachten Zeit in Althorp, dem Elternhaus von Prinzessin Diana. Für Harry spielt genau das eine große Rolle, weil seine Kinder verstehen sollen, woher ihre Familie kommt.
Herzogin Meghan startet mit eigener Arbeit in ein neues Kapitel
Auch für Meghan ist der Wechsel bedeutend. Die frühere Schauspielerin soll sich in Gesprächen über eine mögliche Rolle in Staffel drei der Serie „The Gentlemen“ befinden, die in Großbritannien produziert wird. Zugleich führt sie ihre Marke As Ever weiter.
Das Leben in Kalifornien habe dem Paar lange Privatsphäre, Abstand und Raum für die ersten Jahre mit den Kindern gegeben. Nun hätten sich die Prioritäten verschoben. Meghan sehe es als großes Glück, dass Archie und Lilibet beide Welten kennenlernen können, meint ein Insider laut People.
König Charles hofft auf mehr Nähe innerhalb der Familie
Im Palast dürfte die Rückkehr mit gemischten Gefühlen aufgenommen werden. Charles soll sich freuen, seinen jüngeren Sohn und die Enkel wieder näher bei sich zu haben. Zugleich gelten die Spannungen innerhalb der Familie weiter als tief.
Besonders zwischen Harry und Prinz William soll es weiterhin keinen Kontakt geben. Auch William und Prinzessin Kate äußerten sich bislang nicht öffentlich. Für Charles eröffnet die neue Nähe dennoch die Chance Zeit mit seinen beiden Söhnen verbringen zu können.
Umfragen und Sicherheitsfrage belasten den Neustart
Leicht wird der Neustart nicht. Eine YouGov-Umfrage zeigt, dass nur 21 Prozent der Briten die Rückkehr des Paares befürworten, während ein Drittel dagegen ist. Dazu kommt die weiter offene Sicherheitsfrage. Harry kämpft seit Jahren um ausreichenden Schutz für seine Familie im Vereinigten Königreich.
Auch der Druck der Boulevardpresse bleibt ein sensibles Thema, gerade mit Blick auf Meghans frühere Erfahrungen. Fest steht: Die Familie kommt nicht als arbeitende Royals zurück, sondern nach eigenen Regeln und mit einem deutlich stärkeren Schutznetz.