Königin Camilla hat zum ersten Mal ausführlicher darüber gesprochen, wie sie die Krebsdiagnose von König Charles erlebt hat. Anlass war ein Gespräch zum Jubiläum der britischen Krebs-Hilfsorganisation Maggie’s, deren Präsidentin sie seit vielen Jahren ist.

Die 79-Jährige schilderte, wie schwierig es für sie gewesen sei, in den ersten Tagen nach der Diagnose zu schweigen, obwohl sie bereits mit Betroffenen und Angehörigen im Austausch stand. Charles’ Erkrankung war im Februar 2024 vom Buckingham-Palast öffentlich gemacht worden, nachdem der Monarch wegen einer vergrößerten Prostata behandelt worden war.

Königin Camilla spricht über die ersten Tage

Camilla erinnerte sich daran, kurz nach der Diagnose ein Maggie’s-Zentrum besucht zu haben. Dort habe sie bereits gewusst, dass ihr Mann an Krebs erkrankt war, durfte aber noch nichts sagen. „Niemand konnte damals etwas sagen, das war ziemlich schwierig“, sagte Camilla in einem Instagram-Video.

Besonders offen sprach sie auch über den inneren Druck in dieser Situation: „Ich wollte es unbedingt herauslassen, aber natürlich konnte ich nicht.“ Damit schilderte sie erstmals öffentlich, wie belastend die Zurückhaltung für sie persönlich war.

König Charles setzte früh auf Durchhaltewillen

Im Gespräch machte die Königin auch deutlich, wie ihr Mann mit der Situation umging. Charles, heute 77, habe sich früh entschlossen, seinen Weg trotz Behandlung weiterzugehen. „Schauen Sie meinen Mann an. Nichts hat ihn aufgehalten. Er sagte einfach: ,Das ist mein Weg. Ich werde damit umgehen‘“, so Camilla laut People.

Der König befindet sich weiterhin in Behandlung, die genaue Krebsart wurde nie öffentlich genannt. Dennoch trat er in den vergangenen Monaten immer wieder bei offiziellen Terminen auf und zeigte damit, wie wichtig ihm seine Aufgaben weiterhin sind.

Maggie’s bekam für Camilla neue Bedeutung

Die Diagnose veränderte auch Camillas Blick auf ihre Arbeit für Maggie’s. Während sie Betroffene und Familien zuvor vor allem als Unterstützerin begleitet habe, sei die Erfahrung plötzlich sehr persönlich geworden. Sie sprach davon, nun selbst zu den Angehörigen zu gehören, die helfen, verstehen und mittragen müssen.

Wie BBC berichtet, sagte Camilla zudem, sie habe bei Besuchen in den Zentren die Sorgen von Patienten und Familien noch intensiver wahrgenommen. Gerade deshalb betonte sie, wie wichtig Orte seien, an denen nicht nur Erkrankte, sondern auch deren Umfeld Hilfe findet.

Palast meldet positive Entwicklung bei Charles

Aus dem Palast hieß es zuletzt, Charles' gesundheitliche Entwicklung gehe in eine positive Richtung. Bereits Ende 2025 war mitgeteilt worden, dass die Therapie im Jahr 2026 reduziert werden solle und in eine vorsorgliche Phase übergehe. Camillas aktuelle Aussagen zeigen, wie stark die Krankheit nicht nur den König selbst, sondern auch sein engstes Umfeld geprägt hat.