König Charles bricht mit einer fast 200 Jahre alten Praxis der britischen Monarchie. Obwohl der Buckingham Palast nach jahrelanger Sanierung bald wieder vollständig nutzbar sein soll, wird der Monarch dort nicht einziehen. Stattdessen bleiben Charles und Königin Camilla in Clarence House in London.

Damit endet die Linie der Herrscher, die seit Königin Victoria den Palast als Hauptwohnsitz nutzten. Das Gebäude behält dennoch seine zentrale Rolle für Staatsbesuche, Empfänge, Investituren und Gartenfeste. Für viele Royal-Fans ist das eine markante Änderung in der Geschichte des Hofes.

König Charles bleibt dauerhaft in Clarence House

Die Entscheidung ist laut „Mirror“ inzwischen bestätigt: Clarence House bleibt die offizielle Londoner Residenz des Königs. Der Buckingham Palast soll weiter als Arbeitszentrum der Monarchie dienen und jedes Jahr Tausende Gäste empfangen.

Ein Sprecher des Palasts betonte demnach: „Seine Majestät hegt große Zuneigung für den Buckingham Palast und großen Respekt für seine Rolle im königlichen und öffentlichen Leben.“

Zugleich machte der Hof klar, dass das Gebäude in jeder anderen Hinsicht ein lebendiger Mittelpunkt königlicher Termine bleiben werde. Charles nutzt daneben weiterhin Häuser in Schottland, Gloucestershire, Norfolk und auch das Windsor Castle.

Gleichzeitig heißt es, dass auch Prinz William und Prinzessin Kate langfristig weder im Buckingham Palast noch im Kensington Palast wohnen wollen, wenn er eines Tages König wird.

369 Millionen Pfund für den Buckingham Palast

Besonders brisant ist die Debatte wegen der enormen Kosten der Sanierung. Für die Modernisierung des historischen Gebäudes wurden 369 Millionen Pfund aus öffentlichen Mitteln eingeplant. Die Arbeiten laufen seit Jahren und sollen 2027 enden, so „Mirror“.

William ist vermögender als der König

Ein neuer Finanzbericht bringt noch weitere heikle Punkte ans Licht. Erstmals wurde deutlich, dass Prinz William mit einem Nettovermögen von 1,2 Milliarden Pfund finanziell vor seinem Vater liegt. Charles wird dagegen mit einem Privatvermögen von 640 Millionen Pfund geführt.

Zugleich veröffentlichte der König erstmals seine privaten Steuerzahlungen und zahlte demnach seit seinem Amtsantritt mehr als 30 Millionen Pfund. William entrichtete ebenfalls Millionenbeträge und will die jährlichen Einnahmen aus dem stillgelegten Dartmoor-Gefängnis künftig für die lokale Gemeinschaft einsetzen. Das soll ab 2026/27 gelten.

Reisekosten der Royals

Auch die Ausgaben für Reisen und Wohnsitze stehen im Fokus. Die Royal Family gab im vergangenen Jahr mehr als 3 Millionen Pfund für Reisen aus, darunter über 160.000 Pfund für nur vier Fahrten mit dem Royal Train. William führte die Liste der teuersten Reisen an, unter anderem mit einem Besuch in Saudi-Arabien.