Heidi Klum feierte am Donnerstag ihr zweites „HeidiFest“ im Münchner Hofbräuhaus, doch die Musikshow löste im Netz viel Kritik aus. Auf der Bühne standen unter anderem Rednex, Sarah Engels, Mousse T., Ireen Sheer, Boney M., Vicky Leandros, Nicole Scherzinger und Naomi Campbell.

Viele Zuschauer störten sich vor allem am hohen Playback-Anteil, an holprig wirkenden Moderationen mit den Dragqueens Katy Bähm, Candy Crash und Bambi Mercury sowie an der unruhigen Musikauswahl.

In sozialen Netzwerken fielen die Reaktionen deutlich aus, mehrere Beiträge sprechen von schlecht abgestimmten Abläufen und sogar Fremdscham.

Markus Mörl verpasst im Medley seine Einsätze

Ein besonders viel diskutierter Auftritt kam von Markus Mörl. Der NDW-Sänger performte erst „Kleine Taschenlampe brenn“, bevor der Auftritt in ein Medley mit „Ich will Spaß“ überging. Dabei setzte seine Stimme vom Playback schon ein, während er noch klatschte und das Mikro nicht rechtzeitig an den Mund nahm.

Auf X spotteten User danach unter anderem: „Markus muss Playback singen noch üben!“ oder „Wenn's nicht das 'HeidiFest' wäre, wär es ultrabeschämend, wie Markus jeden Playbackeinsatz versemmelt.“ Auch weitere Kommentare greifen auf, dass er in dem Medley mehrfach zu spät einsetzte. 

Naomi Campbell legt kurz als DJane auf

Naomi Campbell sorgte ebenfalls für Reaktionen. Das Supermodel stand als DJane auf der Bühne, spielte aber am Ende nur einen einzelnen Song ab. Gerade weil ihr Auftritt im Vorfeld als Highlight angekündigt wurde, fragten sich etliche Zuschauer in sozialen Netzwerken, warum ihr Einsatz so kurz ausfiel.

Dazu kam ein weiterer Moment, der im Netz wegen seiner Vorgeschichte auffiel: John Davis und Brad Howell, die Originalstimmen hinter Milli Vanilli, standen ebenfalls auf der Bühne und sangen dabei Playback. Genau dieser Kontrast wurde von vielen Zuschauern als unfreiwillig komisch beschrieben.

Katja Ebstein singt live und spricht über Frieden

Einen anderen Ton brachte Katja Ebstein in die Sendung. Die 81-Jährige trat mit „Wunder gibt es immer wieder“ live auf. Nach dem Song sprach sie noch weiter zum Publikum: „Wir wünschen uns Frieden, Kinder! Frieden!“ Während sie noch redete, war Heidi Klums Stimme schon im Hintergrund zu hören, die sich bei ihr bedankte und die Show fortsetzte.

Auch diese Aktion löste bei vielen Zuschauern Fragen aus: Mich würde interessieren, ob Katja Ebstein noch mehr gesagt hat und es rausgeschnitten wurde“, hieß es unter anderem auf X.

Wechsel zu RTL bringt dem Format neue Aufmerksamkeit

Die Veranstaltung lief nach dem Senderwechsel erstmals bei RTL; im vergangenen Jahr war sie noch bei ProSieben zu sehen. Eröffnet wurde der Abend mit Rednex und „Cotton Eye Joe“, danach folgte ein dichtes Programm ohne längere Gesprächspausen.

Im Netz richtete sich die Kritik nicht nur gegen einzelne Patzer, sondern gegen das Gesamtkonzept der Show: Wie schlecht ist bitte diese Sendung? Absolute Fremdscham“, „Das Playback ist so schlecht, grausig“ und „Sowas hat München einfach nicht verdient“, lautete das Resümee vieler Zuschauer.