Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört Schauspieler Max Müller als Michi Mohr fest zu den „Rosenheim-Cops“. Nun hat der 61-Jährige bei einem öffentlichen Termin in Rosenheim erklärt, dass sich sein Einsatz bei der ZDF-Serie verändern wird.

Für Fans klingt das zunächst nach einem möglichen Abschied, doch ganz so weit ist es offenbar nicht. Vielmehr geht es um eine bewusste Neuordnung seines Alltags. Der Grund dafür liegt im Privaten: Müllers Mutter Mathilde ist 87 Jahre alt und braucht in dieser Lebensphase deutlich mehr Unterstützung.

Max Müller reduziert sein Drehpensum für Mutter Mathilde

Max Müller wird künftig rund ein Drittel weniger drehen als bisher. Anlass ist die Situation seiner Mutter, die in einem Pflegeheim nahe Wien lebt. „Da ich nicht weiß, wie es mit meiner 87-jährigen Mama Mathilde weitergeht, drehe ich jetzt knapp ein Drittel weniger als zuvor“, so Max Müller gegenüber der „Abendzeitung München“.

Für den Schauspieler ist klar, wo sein Fokus derzeit liegt. Die Familie rückt stärker in den Mittelpunkt, weil er das Gefühl hat, seiner Mutter gerade jetzt besonders nah sein zu müssen.

Der 61-Jährige spricht offen über stille gemeinsame Momente

Besonders eindringlich schildert Max Müller, wie sich die Begegnungen mit seiner Mutter verändert haben. Die Gespräche würden langsamer, manchmal auch spärlicher verlaufen. Gerade darin liege jedoch eine neue Form der Nähe. Er beschreibt, dass verbale Kommunikation zunehmend in den Hintergrund trete und gemeinsame Stille mehr Raum einnehme.

Statt vieler Worte gehe es ihm vor allem darum, präsent zu sein. Er verbringe Zeit mit ihr, halte sie häufiger im Arm und begleite sie so durch einen Alltag, der für beide emotional fordernd ist.

Michi Mohr bleibt bei den „Rosenheim-Cops“ weiter präsent

Ein Ausstieg aus der Serie ist nach aktuellem Stand also nicht geplant. Zwar wird Max Müller seltener am Set sein, seine Rolle als Polizeihauptmeister Michi Mohr soll aber weiterhin ein fester Teil der Handlung bleiben.

Die Produktion will die geringere Präsenz so umsetzen, dass sie für das Publikum möglichst wenig auffällt. „Der Zuschauer bekommt es kaum mit, da immer wieder Telefonate eingeblendet werden", sagte Max Müller. Damit ist klar: Die Figur bleibt erhalten, auch wenn ihre Auftritte künftig dosierter ausfallen.

Max Müller kam 2002 anders als geplant zur ZDF-Serie

Sein Weg zur Serie begann im Mai 2002 mit einem Anruf und einer Einladung zum Casting. Eigentlich war Max Müller zunächst als Partner von Joseph Hannesschläger vorgesehen. Die geplante Kommissarsrolle erhielt er am Ende jedoch nicht, unter anderem wegen seines Dialekts. Stattdessen bekam er die Rolle eines etwas tollpatschigen Polizisten angeboten, aus der über die Jahre eine feste Größe im Ensemble wurde.

Zuletzt hatte es bei der Produktion bereits personelle Veränderungen gegeben: Marisa Burger verließ die Serie nach vielen Jahren.