Für viele Nachmittagszuschauer gehört die tägliche Dosis Gefühl seit Jahren fest zum Programm. Nun steht fest: Die ARD hält an ihren beiden Telenovelas „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“ fest und verlängert beide Formate um ein weiteres Jahr. Damit ist die Zukunft der Serien vorerst gesichert, obwohl die linearen Reichweiten zuletzt rückläufig waren.
Verlängerung fix: „Sturm der Liebe“ läuft bis 2028 weiter
Gerade für das Publikum, das die Geschichten seit vielen Jahren begleitet, ist das ein wichtiges Signal. Auch für die beteiligten Produktionsfirmen bedeutet die Entscheidung Planungssicherheit.
Wie „dwdl.de“ berichtet, sollen für beide Serien jeweils 180 weitere Folgen mit der gewohnten Länge von 50 Minuten produziert werden. Nach aktuellem Stand reicht die Planung damit bis ins Jahr 2028. Erst vor wenigen Tagen hatte der WDR-Rundfunkrat die neuen Staffeln genehmigt.
Dort wurden die beiden Formate als starke Angebote für die Mediathek bewertet. Das ist ein wichtiger Punkt, denn die Nutzung auf Abruf gewinnt für Sender und Produktionen immer mehr an Bedeutung. Vor allem in der ARD-Mediathek zählen beide Reihen weiterhin zu den besonders erfolgreichen Titeln.
WDR sieht sinkende Quoten im linearen Fernsehen
Trotz der Verlängerung gibt es auch eine klare Herausforderung. Im klassischen TV verlieren beide Serien weiter an Reichweite. „Rote Rosen“ kommt auf dem Sendeplatz um 14:10 Uhr im Ersten in diesem Jahr bislang auf weniger als neun Prozent Marktanteil. Auch „Sturm der Liebe“ liegt im Durchschnitt erstmals im einstelligen Bereich.
Der WDR-Rundfunkrat erklärte dazu, dass man mit inhaltlichen Akzenten gegen diesen Trend arbeiten wolle, ohne die Kosten zu erhöhen. Die Entwicklung zeigt, wie stark sich das Sehverhalten inzwischen vom festen Sendeplatz hin zur Mediathek verschiebt.
Produzent Peter Proske-Clayton will „Sturm der Liebe“ verjüngen
Besonders groß ist die Freude beim Team von „Sturm der Liebe“. Produzent Peter Proske-Clayton betonte, dass die Serie generationenübergreifend funktioniere und sich zugleich weiterentwickle. „Wir haben noch viel vor mit ,Sturm der Liebe‘ und freuen uns daher sehr über die erneute Verlängerung“, sagte Peter Proske-Clayton laut „quotenmeter“.
Als Beispiele nannte er eine schrittweise Verjüngung des Casts, zeitgemäße Liebesgeschichten und neue Schauplätze. Dazu gehört aktuell auch das Outing eines Nachwuchsfußballspielers, mit dem die Serie ein modernes Thema in den Mittelpunkt rückt.
Jan Diepers sieht „Rote Rosen“ weiter nah am Publikum
Auch bei „Rote Rosen“ wird die Fortsetzung als wichtiges Zeichen gewertet. Produzent Jan Diepers verwies darauf, dass die Serie seit mehr als 20 Jahren einen festen Platz beim Publikum habe. Mit der aktuellen Staffel seien sowohl inhaltlich als auch produktionell neue Entwicklungen angestoßen worden, um das Format modern, relevant und emotional zu halten, wie Gala berichtet.
Hinter den beiden Produktionen stehen Bavaria Fiction sowie Studio Hamburg Serienwerft. Für beide Unternehmen ist die Verlängerung ein positives Signal, weil sie zeigt, dass die ARD trotz sinkender TV-Quoten weiter auf ihre langjährigen Serien setzt.