Bei den „Rosenheim-Cops“ endet nach der laufenden Staffel ein weiteres langjähriges Kapitel. Schauspieler Alexander Duda, der seit 2006 als Polizeidirektor Gert Achtziger zur Stammbesetzung gehört, wird die ZDF-Serie verlassen, so Bild. Damit verliert das Rosenheimer Kommissariat eines seiner prägenden Gesichter.

Die Krimiserie läuft seit 2002, Duda stieß wenige Jahre nach dem Start dazu und verkörperte seitdem den Chef des Kommissariats. Der 70-Jährige hätte die Rolle nach eigenen Worten gern weitergespielt, sein Abschied erfolgte nicht auf eigenen Wunsch.

Alexander Duda sprach von einer Entscheidung der Produktion

Im Gespräch über sein Serienende sagte der Schauspieler, dass er den Ausstieg bedauere. „Ich finde es schade, dass das meine letzte Staffel wird. Das war eine dramaturgische Entscheidung der Produktion und des ZDF. Ich hätte sicherlich auch in den nächsten Jahren noch gerne weiter gemacht“, so Alexander Duda gegenüber Bild.

Weiter erklärte er: „Der Achtziger ist ja ein Staatsbeamter, die müssen ja mit 67 in Rente. Deshalb hatte ich wenig Argumente auf meiner Seite. Der Achtziger hätte es ja eigentlich buchstäblich bis 80 machen müssen.“ Trotz des unfreiwilligen Abschieds betonte der Schauspieler, dass er deswegen keinen Groll hege.

Gert Achtziger erreicht in der Serie das Rentenalter

Alexander Duda äußerte sich darüber hinaus grundsätzlich kritisch dazu, dass Darsteller jenseits der 70 aus Serien verschwinden oder ganze Formate enden: „In vielen Reihen werden Schauspieler über 70 entlassen oder die Serien eingestellt. Das finde ich generell sehr schade.“ Für seine eigene Zukunft plant er dennoch weitere Arbeit vor der Kamera und auf der Theaterbühne.

Letzte Folge zeigt erstmals Achtzigers Ehefrau

Auch der Abschied am Set fiel ihm schwer. Seine letzte Episode wurde eigens auf Gert Achtziger zugeschnitten, außerdem ist darin erstmals die Ehefrau der Figur zu sehen. Nach der letzten Klappe habe Duda die Tränen nur schwer zurückhalten können.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Cast beschrieb er rückblickend als so vertraut, dass sich das Ende für ihn wie eine Trennung im echten Leben angefühlt habe. Einen großen Teil seiner Karriere verband er mit genau dieser Rolle.

Marisa Burger verlässt die Serie ebenfalls

Duda ist in der aktuellen Staffel nicht der einzige prominente Abgang. Auch Marisa Burger verabschiedet sich von den „Rosenheim-Cops“. Sie spielte über lange Zeit die Sekretärin Miriam Stockl. Ihre letzte Folge soll am 24. November zu sehen sein.

Damit verliert die Serie innerhalb kurzer Zeit zwei feste Gesichter aus dem langjährigen Ensemble. Für Alexander Duda bedeutet das Ende seiner Zeit als Polizeidirektor Achtziger jedoch keinen Rückzug aus dem Beruf. Er will weiter als Schauspieler arbeiten, sowohl im Fernsehen als auch auf der Bühne.