Seit Jahren gehört „Bares für Rares“ zu den verlässlichen Größen im deutschen Fernsehen. Gerade dieses Vertrauen macht die ZDF-Sendung nun angreifbar. Kriminelle sollen den Namen der Trödelshow nutzen, um sich als Teammitglieder auszugeben und an Informationen über wertvolle Gegenstände zu gelangen.
Markus Wildhagen meldet falsche Anrufe im Namen der Sendung
Im Fokus stehen dabei Telefonanrufe, aber auch Anzeigen und angebliche Verkaufsaktionen. Für viele Betroffene wirkt der Kontakt zunächst glaubwürdig, weil er mit einer bekannten TV-Marke verbunden ist. Genau davor warnen nun Händler Markus Wildhagen und Expertin Annika Raßbach (45).
Antiquitätenhändler Markus Wildhagen (60) machte auf Instagram auf die Masche aufmerksam. Dort erklärte er, dass der Redaktion gemeldet worden sei, „dass Personen telefonisch Kontakt aufnehmen und vorgeben, im Namen von ‚Bares für Rares‘ nach möglichen Verkaufsobjekten zu suchen“, wie prisma.de berichtet.
Der Anruf soll Vertrauen schaffen und Menschen dazu bringen, über Schmuck, Möbel oder Sammlerstücke zu sprechen. Gerade Fans der Sendung könnten annehmen, es handle sich um eine echte Anfrage aus dem Umfeld der Produktion. Tatsächlich geht es nach den Warnungen jedoch nicht um eine reguläre Teilnahme.
Annika Raßbach nennt mögliche Ziele der Täter
Auch Kunsthistorikerin Annika Raßbach äußerte sich deutlich zu den Vorgängen. Sie hält es für möglich, dass die Täter Antiquitäten günstig erwerben wollen. Zugleich sieht sie ein größeres Risiko.
„Auf der einen Seite wollen sie die Antiquitäten sicherlich möglichst billig ergattern, und die extreme Variante ist vermutlich, in Häuser zu gelangen, wo noch mehr zu holen sein könnte“, so Annika Raßbach laut Bild.
Zusätzlich schrieb sie bei Instagram, das Team arbeite daran, diese Machenschaften zu stoppen. In ernsten Fällen rät sie Betroffenen, sich an die Polizei zu wenden und entsprechende Versuche zu melden.
ZDF zählt Verstöße und grenzt echte Abläufe klar ab
Nach Angaben einer ZDF-Sprecherin wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Fälle gemeldet. Dazu zählen Werbeflyer, Zeitungsannoncen, Verkaufsveranstaltungen, Anrufe und sogar Hausbesuche, die einen Bezug zur Sendung vortäuschen. Entscheidend ist deshalb die klare Abgrenzung: Wer wirklich teilnehmen möchte, kann sich nur über den offiziellen Bewerbungsweg melden.
Unangekündigte Besuche oder spontane Telefonate gehören ausdrücklich nicht dazu. Ebenso wichtig ist der Hinweis, dass Händlerinnen und Händler der Show nicht ohne vorherige Absprache an Haustüren erscheinen oder privat nach Verkaufsobjekten fragen.
So können sich Fans der Trödelshow schützen
Für Zuschauer ergibt sich daraus eine einfache, aber wichtige Regel: Am Telefon sollten keine Angaben zu Wertgegenständen, Adressen oder anderen persönlichen Daten gemacht werden, wenn die Identität des Anrufers nicht zweifelsfrei feststeht. Wer einen verdächtigen Kontakt erhält, sollte das Gespräch beenden und sich nicht unter Druck setzen lassen.
Sinnvoll ist es außerdem, Uhrzeit, Telefonnummer und Gesprächsinhalt zu notieren. Der Fall zeigt, wie stark das Vertrauen rund um die Sendung ist und wie gezielt es missbraucht werden kann. Umso wichtiger ist die öffentliche Warnung der beiden TV-Gesichter.