Der legendäre „Goldfinger“-Darsteller Gert Fröbe (†75) verstarb 1988 völlig überraschend nach einem Rezitationsabend. Dabei hatte er zuvor noch eine schwere Krebserkrankung überstanden.

Gert Fröbe: Herzinfarkt nach Auftritt

Am 5. September 1988 erlitt Gert Fröbe nach einem Rezitationsabend in München einen tödlichen Herzinfarkt. Der 75-jährige Schauspieler starb völlig unerwartet, wie Bild berichtet. Besonders tragisch: Noch wenige Tage vor seinem Tod hatte der Vollblutschauspieler in einem Sanatorium aufgetreten, in dem er sich eigentlich von einer Krebsoperation erholen sollte, wie WDR berichtet.

Mundhöhlenkarzinom schien zunächst besiegt

Fröbe hatte lange an einem Mundhöhlenkarzinom gelitten und galt nach erfolgreicher Behandlung als geheilt. Seine ungebrochene Leidenschaft fürs Auftreten zeigte sich bis zuletzt: Mit einem Erich Kästner-Programm unterhielt er noch Patienten im Sanatorium. Dementsprechend überraschend kam sein plötzlicher Tod für Familie, Freunde und Fans.

Die Villa vom „Goldfinger“-Honorar

Als Bösewicht Auric Goldfinger im legendären James-Bond-Film von 1964 wurde der gebürtige Sachse weltberühmt. Von seiner Gage für diese Rolle kaufte er sich die imposante Villa „Sonnensturm“ in Icking, wie „Bild“ enthüllt. Dabei hatte Fröbe am Set mit seiner Rolle zu kämpfen: Sein Englisch war zu schwach, weshalb er von Schauspieler Michael Collins synchronisiert werden musste, laut SRF.

Letzte Rollen vor dem Tod

Bis kurz vor seinem Tod war der Charakterdarsteller noch im Fernsehen präsent. Eine seiner letzten bedeutenden Rollen spielte Fröbe als Geiermeier in der Serie „Der kleine Vampir“ (1986-87). Auch in „Die Schwarzwaldklinik“ war er zu sehen. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof in Icking, Bayern.

Neben „Goldfinger“ brillierte Fröbe in Klassikern wie „Es geschah am hellichten Tag“, „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“, „Der Räuber Hotzenplotz“ oder „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“. Bis heute gilt er als einer der erfolgreichsten deutschen Charakterdarsteller, der es bis nach Hollywood schaffte.