Über zwei Jahrzehnte lang prägte die Familienserie „Forsthaus Falkenau“ das deutsche Fernsehen und machte die Försterfamilien Rombach und Leitner zu Publikumslieblingen. Gedreht im fiktiven Küblach im Bayerischen Wald und später in Störzing am Ammersee, verband das Format Naturromantik mit Familiengeschichten. Viele Fans fragen sich noch heute, wie es den Darstellerinnen und Darstellern nach dem Aus der Produktion ergangen ist. Einige blieben dem Showgeschäft treu, andere wechselten komplett die Branche oder zogen sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück.

Christian Wolff bleibt Kamera und Mikrofon treu

Schauspieler Christian Wolff trug als Förster „Martin Rombach“ über 21 Staffeln maßgeblich zum Erfolg der Reihe bei. Seine Figur leitete das größte Revier der Gegend, war forstlicher Berater der Gemeinde und emigrierte später nach Südafrika, um ein Naturreservat aufzubauen. Nach seinem Ausstieg 2006 war Wolff in Krimi- und Familienformaten wie „SOKO München“ und „Der Bergdoktor“ zu sehen. Zudem arbeitet er als Synchronsprecher. Privat ist er seit 1975 mit Marina Handloser verheiratet und führt ein ruhiges Leben abseits großer Premieren, wie aus der Nutzereingabe hervorgeht.

Michael Wolf als Anwalt, Katharina Köhntopp als Job-Coach

Michael Wolf, der „Markus Rombach“ spielte, war in der Reihe seit 1989 dabei und stand parallel für Produktionen wie „Marienhof“ und „Alle meine Töchter“ vor der Kamera. Heute führt er eine eigene Kanzlei, arbeitet als Rechtsanwalt, Filmschauspieler und Produzent; zu seinen Erfolgen zählt die Parodie „Der Schuh des Manitu“. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Katharina Köhntopp, Serien-Tochter „Dr. Andrea Arnhoff“, studierte neben der Schauspielerei Germanistik und Philosophie, spielte Theater und zog sich nach ihrem Ausstieg 2010 weitgehend zurück. 

Bruni Löbel und Walter Buschhoff: Abschied von Serien-Urgesteinen

Bruni Löbel verkörperte „Herta Bieler“, die resolute Mutter von Martins erster Ehefrau, die später einen Antiquitätenhandel im „Schloss Bernried“ eröffnete. Die Bühnen- und Filmschauspielerin wirkte in zahlreichen Produktionen mit, etwa in „Um Himmels Willen“ und „Sturm der Liebe“, und lieh Marilyn Monroe in deutschen Fassungen ihre Stimme. Sie starb 2006 im Alter von 85 Jahren. Walter Buschhoff spielte den starrköpfigen Förster „Vinzenz Bieler“ über 17 Staffeln. Der Charakter war in Feuerwehr und Gemeinderat aktiv und heiratete schließlich „Herta“. Buschhoff stand in mehr als 200 Produktionen vor der Kamera und verstarb 2010 mit 87 Jahren in München.

Neue Wege für Nora von Collande, Anja Kruse und die Serienkinder

Nora von Collande, die „Dr. Susanna Rombach“ spielte und als dritte Ehefrau von „Martin“ die Klosterapotheke übernahm, ist heute auch als Autorin aktiv und veröffentlichte Bücher wie „Turbolenzo – Eine Liebesgeschichte“. Seit 2003 lebt sie mit Schauspieler Herbert Herrmann zusammen. Anja Kruse, Serien-Tierärztin „Dr. Angelika Rombach“, war bereits vor der Produktion durch „Die schöne Wilhelmine“ etabliert und erhielt dafür die Goldene Kamera. Sie drehte unter anderem für „Das Traumschiff“ und „Die Rosenheim Cops“ und ist seit Mitte der neunziger Jahre praktizierende Buddhistin. Viele der jüngeren Darsteller wie Sascha und Dennis Hornig („Florian Rombach“), Nicole Schmid („Ricarda Rombach“) oder Nikolai Bury („Peter Rombach“) traten nach ihren Rollen deutlich seltener öffentlich in Erscheinung und konzentrierten sich auf andere Lebenswege.