Christiane F. kommt zurück - als Serie

Die neuen Darsteller von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: Lena Urzendowsky (Stella), Jeremias Meyer (Axel), Jana McKinnon (Christiane), Michelangelo Fortuzzi (Benno), Lea Drinda (Babsi) und Bruno Alexander (Michi)

10. Oktober 2019 - 10:46 Uhr / Antonia Erdtmann

Christiane F. wurde durch das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ und den gleichnamigen Film aus dem Jahr 1981 bekannt. Jetzt kehrt die Story um die Berliner Drogenkultur der Siebziger zurück - als achtteilige Serie.

Der Buchklassiker von Christiane F. (57) und erfolgreiche Kinofilm „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ kommen als Serien-Remake zurück. Auf der Streaming-Plattform Amazon Prime soll in Zusammenarbeit mit Constantin Television eine achtteilige Serie entstehen, die die Geschichte der jungen heroinsüchtigen Christiane F. neu erzählt. Die Produktion soll 2021 in Deutschland, Österreich und der Schweiz exklusiv auf dem Streaming-Dienst erscheinen. 

Die Serie greift diese Geschichte neu auf und gibt den Geschehnissen einen modernen Blick. Wir sind davon überzeugt, dass die Hintergründe so aktuell wie eh und je sind und unsere Prime-Mitglieder in ihren Bann ziehen werden“, so Georgia Brown, die Direktorin für Europäische Prime Originals in der Pressemitteilung.

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: Wer spielt Christiane F.?  

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ wurde 1981 mit Natja Brunckhorst (53) in der Hauptrolle verfilmt. Die neue Christiane F. wird von der Wienerin Jana McKinnon (20) dargestellt. Bisher hatte Jana nur kleinere Rollen, wie zuletzt im Film „The Trouble With Being Born“ (2019) und Ende des Jahres im ARD-Tatort „Die Pfalz von oben“.

Gedreht werden soll die Neuverfilmung in Prag und an Original-Schauplätzen in Berlin. So sieht die weitere Besetzung der Teenager aus: Lena Urzendowsky (19, „Stella“), Jeremias Meyer (20, „Axel“), Michelangelo Fortuzzi (18, „Benno“), Lea Drinda (18, „Babsi“) und Bruno Alexander (20, „Michi“).       

Jana McKinnon 2018 nach der Pressekonferenz zu „To the Night“

Die echte Christiane F. (Christiane Felscherinow) sieht heute ganz anders aus. Nach dem Erfolg von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ versuchte sich Christiane F. eine Zeit lang als Sängerin und Filmschauspielerin, konnte aber nie richtig durchstarten. 2013 erschien ihre Autobiografie „Christiane F. – Mein zweites Leben“. Mittlerweile hat sie sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. 

Darum geht es in der Serie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ 

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ handelt von einer Clique an Teenagern um Christiane F., die nach und nach der Heroinabhängigkeit verfallen. Um ihre Sucht zu finanzieren, landen sie alle auf dem Kinderstrich. Das Buch sowie der Film schlugen hohe Wellen und wurde international diskutiert. Nun soll die Serie das Thema erneut aufgreifen.

Das moderne serielle Erzählen bietet die Möglichkeit, Christianes Leben und das der anderen Kinder aus verschiedenen Perspektiven ohne Auslassungen und historisch genau abzubilden: umfassend, intensiv und schonungslos“, so Drehbuchautorin Annette Hess in der offiziellen Pressemitteilung. 

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: Thomas Haustein in seiner Rolle „Detlef“

Annette Hess ginge dabei nicht nur auf die Probleme der Drogenkultur, Prostitution und Kriminalität ein, sondern will auch den Blick der Erwachsenen schärfen, denn: „Es gibt deutliche Parallelen zum Heute. Die Jugend ist immer der Seismograf einer Gesellschaft. Christianes Schicksal und das ihrer Freunde Detlef, Babsi und Stella ist damit individuell und universell zugleich“, so Annette Hess.