Drei Stunden lang lieferten sich Entertainer Stefan Raab, Komiker Michael „Bully“ Herbig und Herausforderer Benjamin bei „Stefan und Bully gegen irgendson Schnulli“ ein zähes Duell. Am Ende setzten sich die Gastgeber durch, doch der Sieg wird online heftig diskutiert.
Auslöser ist eine Szene aus dem Spiel „Fühlbox“, in der Moderator Elton eingreift, als Raab bereits buzzern will. Viele Zuschauer fanden genau diesen Moment problematisch und warfen der Sendung im Anschluss vor, den 59-Jährigen bevorteilt zu haben.
Stefan Raab gerät beim Schlösser-Spiel in die Kritik
Vor dem umstrittenen Moment lagen Raab und Herbig bereits deutlich vorne. Im Spiel „Fühlbox“ mussten die drei Kandidaten blind kleine Aufgaben lösen, ohne in ihre Box zu schauen. In einer Runde galt es, drei Schlösser zu öffnen, an Ösen zu befestigen und anschließend wieder zu schließen. Als Stefan Raab seinen Buzzer drücken wollte, stoppte Elton ihn jedoch: Die Schlösser seien noch offen. Raab korrigierte den Fehler, sicherte sich danach den Punkt und gewann die Runde.
Zuschauer sprechen online von unfairer Hilfe
Im Netz folgte darauf scharfe Kritik. Mehrere Nutzer werteten Eltons Hinweis als unzulässige Hilfestellung in einem entscheidenden Moment. „Das war Betrug gerade beim Spiel mit den Schlössern. Man hat Raab geholfen“, schrieb eine Zuschauerin.
Andere Kommentare gingen in eine ähnliche Richtung und nannten die Szene „sehr unfair“ oder sogar eine „klare Schiebung“. Auch die Frage, ob bei einem Spiel um viel Geld nicht eine unabhängige Kontrolle anwesend sein müsse, tauchte mehrfach in den Reaktionen auf.
Elton erklärt klare Regeln in der Fühlbox
Dabei waren die Vorgaben vor der Runde eindeutig formuliert. „Dabei dürft ihr zu keinem Zeitpunkt in eure Box von vorne hineinschauen“, so Elton. Das Spielprinzip war simpel: Wer die Aufgabe am schnellsten korrekt abschließt, gewinnt den Durchgang.
Genau deshalb entzündete sich die Debatte an der Frage, ob ein Moderator in so einer Situation nur auf die Einhaltung der Regeln hinweist oder bereits aktiv in den Ausgang eingreift. Für viele Zuschauer machte dieser Unterschied den Kern des Ärgers aus.
Stefan Raab und Bully Herbig holen den Show-Sieg
Trotz der Diskussion blieb das Ergebnis bestehen. Im Finale beim „Schwing-Tür-Bowling“ taten sich alle drei Teilnehmer lange schwer, weil die gelbe Kugel und die Schwingtür immer wieder zum Hindernis wurden. Das Endspiel zog sich dadurch merklich in die Länge. Schließlich gelang Stefan Raab doch der entscheidende Versuch: Die Kugel blieb in der Tür stecken, womit er und Michael „Bully“ Herbig die Veranstaltung gewannen.