Seit vielen Jahren gehört Schauspielerin Ronja Forcher zum festen Ensemble der ZDF-Reihe „Der Bergdoktor“ und ist für viele Fans mit der Figur Lilli Gruber verbunden. Doch auch Ronja dachte schon über einen Serien-Ausstieg nach.
Ronja Forcher über „Bergdoktor“-Ausstieg
Schon von klein auf steht Ronja Forcher als Lilli für den „Bergdoktor“ vor der Kamera. Gedanken an einen Aussieg kamen ihr im Laufe der Jahre schon das ein oder andere Mal, wie sie vor einiger Zeit gegenüber dem „Berliner Kurier“ ausplauderte. Vor allem, dass Ronja wegen der Drehzeit so viel verpasste machte ihr zu schaffen.
„Im Laufe der ganzen Jahre gab es natürlich auch Tage, an denen ich gemerkt habe, dass man auf gewisse Freiheiten im Leben verzichten muss. Das war besonders der Fall, als ich noch zur Schule gegangen bin. Auf der einen Seite hat mir der Job viele Möglichkeiten gegeben, ich bin viel rumgekommen und habe mein eigenes Geld verdient. Aber auf der anderen Seite war es auch so, dass ich bei Geburtstagspartys oder Klassenfahrten nicht dabei sein konnte. Und natürlich gab es da Momente, in denen ich gemerkt oder gedacht habe, dass ich etwas verpasse. Aber solche Momente sind ganz normal“, so Ronja.
Und weiter: „In der Summe habe ich so viele positive Erfahrungen gesammelt. Ich bin sehr froh darüber, dass ich drangeblieben bin. Um weiterzukommen, muss man fleißig sein und Durchhaltevermögen zeigen. Jetzt darf ich die Früchte ernten, die ich damals gesät habe.“
Keine Angst vor Serien-Aus
Heute hat Ronja Forcher keine Angst, dass die Serie zu Ende geht und was danach für sie kommt: „Ich kenne mich mittlerweile gut genug und weiß, dass ich meinen Weg finden werde, egal was kommt. Meine Mutter hat mir einmal gesagt: Es ist keine Frage des Könnens, sondern des Aushaltens. Man muss lernen, mit Unsicherheiten und Ängsten umzugehen. Ich weiß auch, dass ich nie tief fallen werde, weil mich meine Familie, meine Freunde und mein Ehemann immer auffangen werden“, offenbart sie in einem aktuellen „Bunte“-Interview. Doch so selbstbewusst war die Schauspielerin nicht immer.
Ronja Forcher über Zweifel, Erwartungen und innere Stärke
Im Interview mit „Bunte“ erzählt die TV-Darstellerin, dass sie vor allem Anfang und Mitte 20 stark mit Unsicherheiten zu kämpfen hatte. Der frühe Einstieg ins Schauspielgeschäft habe viele Chancen, aber auch Druck mit sich gebracht. „Ich arbeite schon so lange in diesem Beruf, und das bringt viele Möglichkeiten, aber auch Erwartungen mit sich – oft auch Erwartungen, die man selbst glaubt, erfüllen zu müssen“, so Ronja Forcher.
Heute fühle sie sich bei sich angekommen, betont aber, dass dieser Prozess Arbeit war. Bewusste Entscheidungen hätten ihr „unglaublich viel Kraft und Motivation“ gegeben – ein Reifeprozess, der sich auch in ihrer vielschichtigen Darstellung von Lilli in der aktuellen Staffel zeigt.
Umzug aus Tirol brachte Neuanfang
Eine dieser bewussten Entscheidungen war der Abschied aus Österreich. Die Schauspielerin hatte lange betont, Tirol nie verlassen zu wollen. Doch die Fernbeziehung mit Ehemann Felix Briegel zwischen Innsbruck und Hannover stellte sie vor eine Herausforderung. Während der Corona-Zeit merkte sie, dass es keinen Grund mehr gab, den Schritt nicht zu wagen.
Der Umzug nach Deutschland sei im Rückblick „die beste Entscheidung“ ihres Lebens gewesen, berichtet „Bunte“. Zwar sei es schwer gewesen, ihr vertrautes Umfeld hinter sich zu lassen, doch der Neustart habe ihr einen völlig „neuen Horizont“ eröffnet.