Ex-Fußballprofi Michael Ballack öffnet in der Sky-Sendung „Meine Geschichte“ einen sehr persönlichen Teil seines Lebens: den Umgang mit dem Tod seines Sohnes Emilio, wie Bild berichtet. Der damals 18-Jährige war am 5. August 2021 bei einem Quad-Unfall in Portugal ums Leben gekommen.
Im Gespräch mit Moderator Riccardo Basile ringt der 47-Jährige lange nach Worten, bevor er leise „Schwierig“ sagt. Schon in diesem Moment wird deutlich, wie nah ihm das Thema noch immer geht – Jahre nach der Tragödie, die seine Familie erschüttert hat.
Michael Ballack spricht über seine Trauer
Auf die Frage, wie er gelernt habe, mit dem Verlust zu leben, macht der frühere Kapitän der deutschen Nationalmannschaft klar, wie unaussprechlich der Schmerz für ihn bleibt. „Das kann man sich nicht vorstellen. Kann man auch nicht in Worten beschreiben. Es ist ein Verdrängungsprozess. Jeder geht damit anders um“, so Ballack laut Bild.
Er erklärt, dass er „wenig bis gar nicht“ über Emilio sprechen könne, obwohl er es gerne würde. Doch die Gefühle seien zu stark, seine Stimme stockt, Tränen steigen ihm in die Augen – ein seltener Einblick in seine Gefühlswelt als Vater.
Alltag und Arbeit geben dem 49-Jährigen Halt
Um nicht an der Trauer zu zerbrechen, sucht der 49-Jährige Halt in Struktur und Routine. „Durch den Alltag, durch viele Sachen, die einen motivieren – Arbeit, die Familie, die anderen Söhne“, versuche er, mit der Situation zurechtzukommen, zitiert ihn Bild.
Die Aufgaben des Tages, berufliche Projekte und feste Abläufe helfen ihm, den Schmerz in erträgliche Bahnen zu lenken. Gleichzeitig macht Ballack deutlich, dass dieser Weg kein geradliniger Prozess ist, sondern ein ständiges Ringen darum, weiterzumachen.
Louis und Jordi stehen nun im Mittelpunkt
Besonders seine beiden Söhne Louis und Jordi sind für Michael Ballack heute zentrale Anker. Er beschreibt, wie sehr sich seine Sorge um die Familie seit dem Unfall verstärkt hat. „Natürlich liebst du deine Kinder über alles und möchtest ihnen so viel Stabilität und Wärme und Sicherheit mitgeben im Leben. Das ist die Verantwortung, die du als Eltern trägst“, sagt er in der Sendung.
„So ein Verlust intensiviert das natürlich noch einmal. Klar hast du dann größere Ängste. Was kann noch passieren?“ Die Angst um das, was das Leben noch bringen könnte, ist für ihn seither ständiger Begleiter.
Neue Sicht aufs Leben nach der Tragödie
Der Tod von Emilio hat auch Ballacks Blick auf das eigene Leben grundlegend verändert. „Dass das Leben kostbar ist. Dass das Leben, das wir führen, absolut privilegiert ist. Dass auch Glück und Pech eine große Rolle spielen. Schicksal“, erklärt der Ex-Kicker, wie Bild meldet.
Er und seine Ex-Frau Simone Ballack, von der er seit 2012 geschieden ist, versuchen auf unterschiedliche Weise, mit dem Verlust umzugehen. Simone sprach etwa im Dschungelcamp mehrfach über ihren Sohn.