Sängerin Whitney Houston starb 2012 unter dramatischen Umständen. Bis heute bewegt ihr Tod Fans weltweit. Als Whitney Houston im Februar 2012 in einem Hotel in Beverly Hills starb, stand die Musikwelt unter Schock. Die Soul- und Pop-Ikone galt als eine der größten Stimmen ihrer Generation, ihr früher Tod löste weltweit Trauer aus. Aussagen aus ihrem Umfeld und medizinische Berichte lassen die letzten Tage der Sängerin noch tragischer erscheinen. Besonders die Schilderungen ihres musikalischen Leiters und die Ergebnisse der Gerichtsmediziner zeichnen ein Bild von einer Künstlerin, die um Gesundheit, Stimme und Kontrolle kämpfte – und diesen Kampf schließlich verlor.

Rickey Minor erinnert sich an eine veränderte Whitney

Musikalischer Leiter Rickey Minor, der viele Jahre eng mit Whitney Houston arbeitete, bemerkte unmittelbar vor ihrem Tod eine auffällige Veränderung. „Sie taucht bei der Probe auf, und wir hatten noch nicht einmal angefangen, und es ist 10:30 Uhr morgens“, so Minor gegenüber der „New York Post“. Er schilderte, dass Houston normalerweise erst am Nachmittag aktiv gewesen sei und als ausgesprochene Nachteule galt. Umso ungewöhnlicher war es für ihn, sie so früh und zudem völlig durchnässt zu sehen. Auf seine Nachfrage habe sie erklärt: „Ich war schwimmen. Ich bekomme meine Lungen zurück. Ich komme wieder in Form.“

Schwimmen als Versuch des Neuanfangs

Die Szene im Probenraum zeigt eine Whitney Houston, die offenbar entschlossen war, körperlich wieder fitter zu werden. Minor berichtete, die Sängerin sei „irgendwie nass, wie tropfend“ in den Raum gekommen, direkt aus dem Pool. Ihre Aussage, sie wolle ihre Lungen stärken und wieder in Form kommen, wirkt im Rückblick wie ein letzter Versuch, gegen gesundheitliche Probleme und die Folgen ihres Lebensstils anzukämpfen.

Der Autor Gerrick Kennedy sprach von einem weiteren verwirrenden Vorfall mit Whitney kurz vor ihrem Tod, als sie in ein Interview mit den Sängerinnen Brandy und Monica platzte: In diesem Moment schien es, als würde sie einfach nur Spaß haben. Sie war dort, um ihre kleinen Babys zu sehen. Aber natürlich wissen wir jetzt, dass sie eindeutig nicht nüchtern war“, erklärte er laut „New York Post“.

Gerichtsmediziner bestätigen Unfalltod durch Ertrinken

Der endgültige Bericht der Gerichtsmediziner knüpft an den bereits zuvor veröffentlichten vorläufigen Obduktionsbericht an und präzisiert die Todesursache. Demnach gehen die Behörden weiter davon aus, dass Whitney Houston eines ungewollten Todes starb. Sie sei in der Badewanne ertrunken, „die Folge einer Herzerkrankung mit Arterienverkalkung und von Kokainkonsum“, wie Spiegel berichtet. Damit wird deutlich, dass mehrere Faktoren zusammenkamen: eine bereits bestehende Herzproblematik und der Einfluss von Drogen. Die Kombination dieser Belastungen dürfte Houstons Körper in der entscheidenden Situation massiv geschwächt haben.

Unklarheit über Substanzen im Hotelzimmer

Besonders brisant ist der Umgang mit den Substanzen, die im Hotelzimmer gefunden wurden. Ob es sich dabei konkret um Kokain handelte, wurde in dem abschließenden Bericht nicht ausdrücklich benannt. Allerdings war die Droge laut dem vorläufigen Obduktionsbericht bereits im Körper der Sängerin nachgewiesen worden. Diese Diskrepanz zwischen den Funden im Zimmer und den toxikologischen Ergebnissen zeigt, wie komplex der Fall war. Klar ist jedoch: Der langjährige Drogenkonsum spielte eine zentrale Rolle in Houstons gesundheitlichem Zustand – und trug nach Einschätzung der Gerichtsmediziner maßgeblich zu ihrem frühen Tod bei.