TV-Moderator Jan Köppen hat nach der jüngsten Staffel des Dschungelcamps deutliche Konsequenzen gezogen. Der 42-Jährige beschreibt die Wochen in Australien als extrem fordernd – körperlich wie seelisch. Nach der Rückkehr nach Deutschland sei es „dieses Jahr sehr hart“ gewesen, wieder in einen normalen Alltag zu finden, wie er in einem Q&A auf Instagram verriet.

Jan Köppen über „absurden Rhythmus“ in Australien

Während der Produktion lebte Jan Köppen mehrere Wochen in Australien und moderierte täglich das Dschungelcamp. Der neun Stunden umfassende Zeitunterschied zu Deutschland und der eng getaktete Drehplan setzten ihm deutlich zu. Er sprach von einem „absurden Rhythmus“ und einer Phase, die „körperlich und mental herausfordernd“ gewesen sei.

Neben der Hitze vor Ort kam der krasse Temperaturwechsel zum deutschen Winter hinzu. Köppen betonte, diese 17 Tage am Stück, in denen er permanent funktionieren müsse, seien mit keinem anderen seiner Jobs vergleichbar.

Medialer Druck durch Gil-Ofarim-Debatte

Besonders die Teilnahme von Sänger Gil Ofarim verschärfte die Lage. Nach dessen Davidstern-Skandal und dem später eingestellten Verfahren stand die Staffel unter besonderer Beobachtung. Köppen sprach von „unfassbar viel mehr von außen“, das auf ihn und seine Kollegin einprasselte. Die ohnehin große mediale Aufmerksamkeit sei durch die kontroverse Kandidatenwahl noch einmal deutlich gestiegen.

Über ihn als Person hätten sich Dinge verselbstständigt, schilderte der Moderator. Der Vorwurf, er habe seine Werte aufgegeben und Ofarim zu unkritisch begleitet, treffe ihn persönlich: „Ein Anteil von mir fühlt sich deshalb angegriffen.“

Instagram-Pause: „Es war mir einfach zu viel, zu laut“

Rund 195.000 Menschen folgen Jan Köppen auf Instagram – doch nach der Staffel legte er dort eine Pause ein. „Um es ganz platt zu sagen: Es war mir einfach zu viel, zu laut“, so der Moderator auf Instagram. Aus Kritik sei häufig „einfach nur Rumgebrülle“ geworden, sein Account habe sich nicht mehr wie ein sicherer Ort angefühlt. Er machte einen harten Schnitt, zog sich zurück und stellte sich immer wieder die Frage: „Was ist denn mit den Menschen los?“ 

Selbstkritik nach „Nachspiel“ und Blick auf Grautöne

Beim RTL-Special „Das Nachspiel“, in dem alle Camper noch einmal zusammentrafen, ging Jan Köppen auch mit sich selbst ins Gericht. Er räumte ein, dass er sich im Nachhinein darüber geärgert habe, Gil Ofarim nicht früher mit bestimmten Punkten konfrontiert zu haben. Er nutzte das Format, um genau diese Fragen nachzuholen – unter anderem, ob Ofarim bewusst Zweifel an seiner früheren Falschaussage gesät habe.

Grundsätzlich betonte Köppen, die Welt sei nicht nur schwarz und weiß. Menschen bestünden aus vielen Anteilen mit unterschiedlichen Wertesystemen, man müsse sich „irgendwo in der Mitte im Grau treffen“.