Schlagersängerin Anna-Maria Zimmermann (37) steht seit Jahren für Energie auf der Bühne. Doch hinter dem Lächeln steckt eine Geschichte voller Schmerz. 2010 stürzte sie auf dem Weg zu einem Auftritt mit einem Hubschrauber ab, lag im Koma und trug schwere innere Verletzungen sowie zahlreiche Knochenbrüche davon. Ihr linker Arm ist seitdem gelähmt.
Anna-Maria Zimmermann über sich selbst: „Böser Mensch“
In der Talkshow „Kölner Treff“ sprach die 37-Jährige nun offen darüber, wie sehr sie der Unfall geprägt hat. Mit schwarzem Humor beschrieb sie ihren von Operationen gezeichneten Körper und machte deutlich, dass die eigentliche Herausforderung erst nach der Klinik begann. Im Gespräch blickte Anna-Maria Zimmermann auf die Zeit nach dem Absturz zurück – und fand dafür drastische Worte.
„Ich war ein wirklich böser Mensch nach meinem Unfall, weil ich sehr unzufrieden mit mir war“, sagte die Sängerin. Sie habe ihre Mitmenschen „schon auch richtig scheiße“ behandelt, weil sie so unglücklich gewesen sei. Besonders ihre Eltern und ihre Familie bewundert sie heute dafür, wie liebevoll sie damals mit ihr umgingen. Die eigentliche Verletzung habe tief in ihr gearbeitet.
Selbstakzeptanz trotz 14 Narben und gelähmtem Arm
Auf Instagram sprach Anna-Maria Zimmermann zuletzt auch über ihr Verhältnis zum eigenen Körper. In einer Fragerunde machte sie klar, dass sie keine Schönheitsoperationen hinter sich habe. Kleinere Eingriffe wie Hyaluron-Behandlungen und das Glätten einzelner Falten verschweigt sie nicht, doch größere Eingriffe lehnt sie aktuell ab.
Sie zählte offen auf, was sie an sich kritisch sieht: 14 Narben vom Unfall, eine Kaiserschnittnarbe, kleine Brüste, „keine schönen Oberschenkel“ und den gelähmten Arm. Am Ende stellte sie jedoch klar: „Aber ist mir egal.“ Ein Satz, der zeigt, wie sehr sie gelernt hat, ihren Körper als Teil ihrer Geschichte zu akzeptieren.
Anna-Maria Zimmermann macht eine Hypnose-Therapie
Lange Zeit wollte Anna-Maria Zimmermann keine professionelle Hilfe annehmen. Nach dem Absturz lehnte sie therapeutische Gespräche zunächst ab. Erst Jahre später suchte sie sich Unterstützung – und fand in Hypnose eine Methode, um das Erlebte zu verarbeiten.
„Ich habe mir im Nachhinein einen Therapeuten geholt, der mit mir auch mit Hypnose arbeitet. Ich habe den Unfall durch Hypnose austherapiert“, erklärte sie bei einem Charity-Event. Die seelische Heilung sei ein Prozess gewesen, der weit über die körperliche Rehabilitation hinausging und ihr half, wieder Vertrauen in das Leben zu fassen.