Moderatorin Miriam Pielhau (✝41) starb am 12. Juli 2016 im Alter von 41 Jahren an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Ihr Management teilte den Tod einen Tag später in Köln im Auftrag der Familie mit. Für viele Fernsehzuschauer war Pielhau über Jahre ein vertrautes Gesicht, weil sie bei verschiedenen Sendern moderierte und auch im Radio präsent war.
Miriam Pielhau sprach in den letzten Monaten offen über Hoffnung
In den letzten Monaten ihres Lebens trat sie weiter öffentlich auf und sprach erneut über ihre Krankheit. Ende Juni 2016 wurde sie beim Leading Ladies Award in Wien in der Kategorie Gesundheit ausgezeichnet, weil sie so offen mit ihrer Erkrankung umging.
In ihrer Dankesrede sagte sie: „Mein ganz großer Traum ist, dass irgendwann in großen, großen Schlagzeilen auf den Titelseiten der großen Tageszeitungen steht: ‚Wir haben den Krebs besiegt!‘“, so Miriam Pielhau laut Morgenpost. Kurz zuvor hatte sie sich nach eigener Aussage zeitweise wieder gesund gefühlt. Im Juli sagte sie zudem, Sterben sei für sie keine Option.
Krebsdiagnosen seit 2008 prägten ihr Leben und ihre Bücher
Bei Pielhau war im Frühjahr 2008 Brustkrebs festgestellt worden. Nach einer Chemotherapie galt sie zunächst als geheilt. Später wurde bekannt, dass im Januar 2014 erneut Brustkrebs und Metastasen diagnostiziert worden waren, im Januar 2015 dann Lebermetastasen.
Über ihre Erfahrungen schrieb sie die Bücher „Fremdkörper“ und „Dr. Hoffnung“. Mitunter nannte sie den Krebs „Herrn K.“ und machte ihre Rückschläge ebenso öffentlich wie Phasen der Zuversicht. Im März 2016 hatte sie noch erklärt, ihre Tochter sei ihr größter Antrieb und sie wolle erleben, wie das Kind groß wird.
Die Moderatorin starb in Berlin an den Folgen der Krankheit
Geboren wurde Miriam Pielhau in Heidelberg, bekannt wurde sie zunächst unter anderem beim WDR-Jugendsender Einslive und später im Fernsehen. Sie moderierte „taff“, die Containershow „Big Brother“ und weitere Formate, außerdem erhielt sie für ihre Arbeit bei GIGA 2001 den Grimme Online Award.
Zuletzt war sie mit einer eigenen Sendung bei 94,3 rs2 in Berlin-Brandenburg zu hören. Laut Süddeutsche Zeitung starb sie in Berlin an den Folgen ihrer Krebserkrankung. Ihr Management erklärte, weitere Angaben werde es aus Rücksicht auf die Familie nicht geben.
Tsunami, Engagement und Reaktionen von Weggefährten
Neben ihrer Krankheit hatte Pielhau weitere schwere Erfahrungen überstanden. 2004 überlebte sie den Tsunami in Thailand und engagierte sich danach für Waisenkinder. Auch die Deutsche Krebshilfe würdigte später ihren Einsatz für Aufklärung und Unterstützung von Betroffenen.
Weggefährten reagierten 2016 bestürzt auf die Nachricht von ihrem Tod. Sylvie Meis (48) erinnerte daran, dass beide kurz zuvor noch gemeinsam gelacht hatten. Pinar Atalay (48), Frank Buschmann (61) und Oliver Kalkofe (61) äußerten ebenfalls ihre Trauer. Im April 2016 hatte Pielhau im „Kölner Treff“ noch gesagt, rückblickend sei in ihren Lebensjahren bereits sehr viel geschehen.
Quellen: Spiegel, morgenpost.de, Süddeutsche Zeitung, KI-unterstützt