Bei „Promi Big Brother“ ist Christian Lell (42) am 5. Oktober in den TV-Container eingezogen und hat dort schnell sehr persönliche Einblicke gegeben. Der frühere Fußballprofi sprach bereits an Tag 2 mit Tessa Bergmeier (37) zunächst über seine Karriere und erinnerte sich an seine Zeit im Sport zurück. Kurz darauf wurde das Gespräch deutlich ernster.

Christian Lell spricht im Container über Tod seiner Schwester

Lell erzählte von seiner Schwester Marie-Therese (†27), die im April 2014 im Alter von 27 Jahren an Mukoviszidose starb. Im Sprechzimmer kamen ihm dabei die Tränen. Er sagte, der Verlust habe ihn lange beschäftigt und sein Leben stark geprägt. Im Gespräch fiel auch ein sehr persönliches Zitat. „Ich bin nicht so gut damit zurechtgekommen, dass einige im Leben vieles erreichen können und andere nicht“, sagte Christian Lell laut Bild.

Später sprach er auch darüber, wie widersprüchlich seine Gefühle bis heute seien. Seine Schwester habe ihn dazu gebracht, das Leben wieder mehr zu genießen, zugleich fehle ihm der direkte Kontakt zu ihr. Die Trauer fiel in eine Zeit des Umbruchs. Lell hatte seine Profikarriere schon Jahre zuvor beendet und spielte danach noch eine Zeit lang in der Kreisklasse, bevor er in die Immobilienbranche wechselte.

Nach dem Fußball folgte der Wechsel in die Immobilienbranche

Der frühere Bayern-Profi stand von 2003 bis 2010 beim FC Bayern unter Vertrag, spielte zwischenzeitlich für den 1. FC Köln und später für Hertha BSC. Nach dem Ende seiner Laufbahn baute er ein Immobilienunternehmen auf. Als die Branche 2022 in die Krise geriet, verschärfte sich auch seine persönliche Lage.

Vor seinem Einzug in die Show hatte Lell bereits öffentlich über diese Zeit gesprochen. Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und arbeitete nach eigenen Angaben intensiv an sich. Heute arbeitet der 42-Jährige als Coach, sein Programm trägt den Titel „Finding Freedom“.

Lell berichtete auch von seiner dunkelsten Phase

Neben der Trauer um seine Schwester sprach Lell auch über seine psychische Erkrankung. Er sagte, er sei immer mehr abgedriftet, habe auf einer Yacht und 14 Jahre auf Ibiza gelebt, ohne dabei innere Zufriedenheit zu finden. Später sei in ihm alles zusammengebrochen, und er sei in eine Depression gerutscht.

Wie Web berichtet, sprach Lell im Podcast „TOMorrow Business“ auch über einen Suizidversuch. Dort schilderte er, an einem Punkt nicht mehr am Leben haben zu wollen. Dieses Erlebnis wurde für ihn nach eigener Darstellung zum Wendepunkt.

„Promi Big Brother“ ist sein erster Reality-TV-Auftritt

Für Lell ist die Sat.1-Show der erste Auftritt im Reality-TV. Er beschrieb das Format vorab als einen Ort ohne Handy, ohne Inszenierung und ohne Rückzugsmöglichkeiten. Die Gage spielte nach seinen Angaben eine Rolle, war aber nicht der ausschlaggebende Grund für seine Teilnahme.

Er wolle darüber sprechen, was Erfolg mit einem Menschen machen könne. Schon früher hatte er außerdem erzählt, dass seine Kindheit von Gewalt, Missbrauch und Alkohol geprägt gewesen sei und der FC Bayern für ihn deshalb weit mehr als nur ein Verein gewesen sei.

Quellen: Bild, web.de, KI-unterstützt