Schauspielerin Christina Applegate hat in ihrem Podcast „MeSsy“ eine einschneidende Korrektur ihrer bisherigen Diagnose öffentlich gemacht. Nach Jahren, in denen sie davon ausging, an Multipler Sklerose zu leiden, sagte sie nun, dass Ärzte bei ihr doch kein MS festgestellt hätten.
Applegate machte ihre Diagnose im August 2021 öffentlich, nachdem sie nach eigenen Angaben schon länger Symptome bemerkt hatte. In der neuen Podcast-Folge sprach sie darüber, wie sehr sie diese neue Wendung beschäftigt. Gleichzeitig machte sie klar, dass ihre gesundheitlichen Beschwerden weiterhin bestehen.
Christina Applegate sprach über Tränen statt Erleichterung
In der ersten von zwei neuen Folgen schilderte die 54-Jährige, wie ihr ihre Ärztin die neue Einschätzung mitgeteilt habe. „Sie kam in mein Zimmer und sagte: ‚Glückwunsch, Sie haben kein MS. Glückwunsch‘“, sagte Christina Applegate.
Die Reaktion darauf fiel bei ihr jedoch nicht ganz so glücklich aus. Sie habe nicht aus Freude geweint, sondern aus Wut. Applegate sagte außerdem, dass sie Zeit gebraucht habe, um diese Entwicklung zu verarbeiten. Deshalb hatte sie sich im März vorübergehend aus ihrem Podcast zurückgezogen.
MRTs und Rückenmarkspunktion führten 2021 zur Diagnose
In dem Podcast blickte sie auch auf den Beginn der Untersuchungen zurück. 2021 sei sie auf vieles getestet worden, zunächst aber nicht direkt auf Multiple Sklerose. Danach folgten MRTs von Gehirn und Wirbelsäule sowie eine Rückenmarkspunktion.
Auf dieser Grundlage war damals eine Form von MS festgestellt worden. Applegate sagte, Ärzte hätten ihr damals Läsionen im Gehirn gezeigt, fast 40 seien es gewesen. Für sie sei das zu diesem Zeitpunkt die Erklärung für ihre Beschwerden gewesen, mit denen sie schon länger lebte.
Infusionen über Jahre und neue Prüfung der Befunde
Nach der Diagnose suchte Applegate Halt in der MS-Community und begann eine Behandlung mit Infusionen, die über Jahre lief. Später wollte ihr Arzt sie davon wieder absetzen und ihre B-Zellen beobachten. Als sich dabei keine Veränderung zeigte, begann eine erneute Überprüfung der bisherigen Einschätzung.
Applegate erklärte, neue Technik bei Hirn-MRTs habe schließlich zu dem Ergebnis geführt, dass die frühere Diagnose nicht zutraf. Mit Co-Host Jamie-Lynn Sigler sprach sie im Podcast auch darüber, dass sie trotz der Fehldiagnose nicht gesund sei.
Christina Applegate beschreibt weiter starke Beschwerden
Die Schauspielerin offenbarte, ihre Symptome seien nicht verschwunden, sondern hätten sich teils verschlimmert. „Es ist nicht besser geworden, Jamie. Wenn überhaupt, ist es in mancher Hinsicht schlimmer geworden“, so Applegate. Sie stehe nun wieder am Anfang und wolle gemeinsam mit Ärzten klären, was seit 2021 hinter ihren Beschwerden steckt.
Christina Applegate berichtete außerdem, dass es ihr weh tue, aus dem Bett aufzustehen und zu stehen, und dass sie noch immer viel schlafe. Künftig wolle sie weitere Spezialisten finden und ihre Behandlung aktiv mitgestalten.