Campino hat bei der Premiere der Dokumentation über Die Toten Hosen in Mainz einen sehr privaten Einblick gegeben. Der Sänger sprach dort über einen neuen Lebensabschnitt, mit dem er selbst offenbar nicht gerechnet hatte. In der Doku erzählt der 63-Jährige, dass er noch einmal Vater geworden ist.

Damit verändert sich für den Frontmann der Band nicht nur der Alltag, sondern auch der Blick auf die kommenden Jahre. Gerade weil Campino sein Privatleben meist stark schützt, wirkt diese Offenheit besonders bemerkenswert. Auch Fußballtrainer Jürgen Klopp war bei der Premiere unter den Gästen.

Campino spricht über sein zweites Kind

In der Dokumentation sagt Campino: „Ich hatte mir meinen Weg zur Rente schon anders vorgestellt, aber das fällt jetzt halt aus“, so Campino laut Stern. Direkt danach macht er deutlich, wie sehr ihn die neue Situation berührt. „Es ist vielleicht der schönste Beweis, den man haben kann, dass das Leben sich was anderes überlegt als du.“ Für den Musiker ist es das zweite Kind. Bereits 2004 wurde sein erster Sohn Lenn Julian geboren. Die neue Vaterschaft fiel in eine Phase, in der die Band intensiv an ihrem aktuellen Studioalbum arbeitete.

Die Toten Hosen widmen dem Kind den Song „Teddy“

Die Geburt blieb auch musikalisch nicht ohne Folgen. Während der Arbeit am Album „Trink aus, wir müssen gehen!“ entstand mit „Teddy“ ein Lied, das direkt mit dem Familienereignis verbunden ist. Gitarrist Kuddel schildert in der Doku, wie der ungewöhnliche Titel zustande kam. Campinos Frau habe sich nach dem ersten Ultraschall gemeldet und gesagt: „Wir kriegen kein Baby, wir kriegen einen Teddy.“ Der Kopf des Kindes habe auf dem Bild an einen Teddybären erinnert, wie Bild berichtet. Auch Lenn Julian war bei der Studioaufnahme dabei und sang gemeinsam mit der Band.

Campino beschreibt seinen neuen Alltag sehr offen

Bei der Gesprächsrunde nach der Vorführung sprach Campino weiter über die Folgen seines neuen Familienlebens. Er erklärte, dass sich Pläne eben nicht immer so entwickeln, wie man sie sich zuvor ausmalt. Besonders anschaulich wurde er, als er seinen künftigen Alltag beschrieb. Er sehe sich nun wieder selbst Autos über den Teppich schieben und fühle sich gut dabei. Damit zeichnet der Sänger ein sehr persönliches Bild davon, wie sehr ihn die erneute Vaterschaft im Alltag erreicht. Der Ton seiner Aussagen wirkt gelöst, warm und erstaunlich direkt.

Campinos Ehefrau lebt bewusst fern der Öffentlichkeit

Über die Mutter des zweiten Kindes ist nur wenig bekannt. Campino heiratete seine Frau im Jahr 2019 in New York, sie hält sich jedoch konsequent aus der Öffentlichkeit heraus. Umso auffälliger ist, dass dieser Teil seines Lebens nun zumindest in Ausschnitten Thema der Doku wird. „Die Toten Hosen – Das letzte Album“ begleitete die Band über zwei Jahre bei der Arbeit. Regisseur Eric Friedler setzte die Produktion um. Ab 20. Mai ist der Film in der ARD-Mediathek abrufbar, die TV-Ausstrahlung folgt am Samstag nach dem DFB-Pokalfinale in der ARD.