„Zwischen Tüll und Tränen“-Liebling Uwe Herrmann erlebt seit Monaten eine schwere gesundheitliche Krise. Bei dem 63-Jährigen wurde im Februar ein Merkelzellkarzinom festgestellt, eine seltene und aggressive Art von Hautkrebs. Nach einer ersten Operation folgte der nächste Rückschlag: In einem Lymphknoten fanden Ärzte eine Metastase, weshalb ein weiterer Eingriff nötig wurde.

Inzwischen gibt es vorsichtige Entwarnung, doch die Belastung bleibt groß. Der TV-Star spricht offen darüber, wie nah ihm die vergangenen Wochen gegangen sind.

Uwe Herrmann gilt derzeit als faktisch krebsfrei

Nach der zweiten Operation wurden zwölf weitere Lymphknoten entnommen, zudem musste die Wunde an seinem Arm - wo ein Tumor saß - per Hauttransplantation versorgt werden. Danach kam die erlösende Nachricht: Weitere Metastasen wurden nicht gefunden, berichtet „Bunte“.

„Der Chefarzt sagte mir, ,Sie sind jetzt faktisch krebsfrei‘ Solche Fälle sieht er im Jahr vielleicht zwei, drei Mal“, erklärte er dem Magazin. Ganz abgeschlossen ist die Behandlung aber nicht. Es steht noch eine Bestrahlung an, außerdem prüft der 63-Jährige, ob zusätzlich eine Immuntherapie sinnvoll ist.

Bestrahlung soll Rückkehr des Krebses verhindern

Die Ärzte wollen mit der weiteren Therapie sicherstellen, dass sich keine Mikrometastasen im Körper festgesetzt haben. Gerade beim Merkelzellkarzinom ist das Risiko eines Rückfalls hoch. Deshalb muss Uwe Herrmann künftig engmaschig zur Nachsorge: alle drei Monate zur Kontrolle, einmal im Monat zum Bluttest.

Auch körperlich sind die Folgen der Eingriffe noch spürbar. Nach der Tumorentfernung blieb eine große Wunde am Arm zurück, zeitweise stand sogar die Sorge vor einer Amputation im Raum. Die Schmerzen und Strapazen nimmt Uwe Herrmann aber in Kauf: „Es tut ein bisschen weh. Aber Wehtun ist schöner als Sterben.“

Uwe Herrmann spricht über Angst und Trauma

Neben den medizinischen Eingriffen belastet den Brautmoden-Experten vor allem die seelische Seite der Erkrankung. Schon vor der Operation regelte er sein Testament und bereitete die Übergabe seines Geschäfts an Sohn Philipp vor. „Ich bin immer noch traumatisiert“, so Uwe Herrmann laut „Bunte“.

Besonders hart traf ihn die Nähe zum Tod, auch weil seine Mutter nur wenige Monate vor seiner Diagnose an Krebs gestorben war. Herrmann beschreibt, dass er innerlich noch keinen Frieden gefunden habe, obwohl die Ärzte ihm eine gute Entwicklung bescheinigt haben.

Krebsdiagnose traf auch sein Geschäft in Dresden

Die Krankheit hatte nicht nur private Folgen, sondern wirkte sich auch auf seinen Brautmodenladen „Weißes Gewölbe“ aus. Nach eigenen Angaben brachen Termine ein, weil viele Menschen glaubten, er arbeite nicht mehr oder das Geschäft sei geschlossen. Tatsächlich läuft der Betrieb weiter, unterstützt von seinem Sohn Philipp sowie seiner Assistentin und Ex-Partnerin Winnie.

Für die Zukunft hat Uwe Herrmann einen klaren Vorsatz: Er möchte sich für den Erhalt der Hautkrebsvorsorge starkmachen. Für ihn war die frühe Diagnose entscheidend dafür, dass schnell gehandelt werden konnte.