Die Filmwelt trauert um Sam Neill: Der neuseeländische Schauspieler ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Wie auf seinem offiziellen Instagram-Account mitgeteilt wurde, starb er in Sydney im Kreis seiner Familie. In dem Statement heißt es, der Verlust sei plötzlich gekommen. Zugleich betont die Familie, dass Neill bis zuletzt krebsfrei gewesen sei. Erst im Frühjahr hatte der Darsteller öffentlich erklärt, dass nach seinem langen Kampf gegen Blutkrebs kein Krebs mehr nachweisbar sei. Nun nehmen Fans weltweit Abschied von einem Mann, dessen Gesicht Generationen von Kinobesuchern geprägt hat.

Sam Neill prägte „Jurassic Park“ als Dr. Alan Grant

Weltberühmt wurde Sam Neill als Paläontologe Dr. Alan Grant in „Jurassic Park“. 1993 spielte er in Steven Spielbergs Dino-Abenteuer den Wissenschaftler, der auf einer abgelegenen Insel ums Überleben kämpfen muss. Später kehrte er in „Jurassic Park III“ und „Jurassic World: Dominion“ in diese Rolle zurück.

Auch abseits der Filmreihe war seine Karriere vielseitig: Er wirkte unter anderem in „Das Piano“, „Jagd auf Roter Oktober“, „Event Horizon“, „Peaky Blinders“ und „The Tudors“ mit. Damit blieb er über Jahrzehnte in Kino und Fernsehen präsent.

Familie teilt letzte Worte zum Abschied

Die Mitteilung der Angehörigen macht deutlich, wie eng Sam Neill bis zuletzt mit seiner Familie verbunden war. „Sam war von seiner Familie umgeben und ist mit der Würde von uns gegangen, die sein ganzes Leben geprägt hat“, heißt es laut t-online.de in dem Statement.

Weiter wird darin erklärt, dass der Verlust unerwartet gekommen sei, die Familie aber Trost darin finde, dass Neill krebsfrei geblieben war. Weitere Einzelheiten zu seinem Tod sollen später bekannt gegeben werden. Zugleich baten die Angehörigen darum, ihre Privatsphäre in dieser Zeit zu respektieren.

Sam Neill sprach offen über seine Krebserkrankung

2023 hatte Sam Neill öffentlich gemacht, dass bei ihm eine seltene Form von Blutkrebs diagnostiziert worden war, ein angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom beziehungsweise Non-Hodgkin-Lymphom. Er erhielt Chemotherapie und später eine CAR-T-Zelltherapie.

Über diese schwere Phase sprach er ungewöhnlich offen. „Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber es würde mich ärgern“, sagte Sam Neill laut Focus. Er habe gern noch mehr Zeit mit seinen Enkelkindern verbracht und miterlebt, wie seine Terrassen, Olivenbäume und Zypressen weiter wachsen. Gerade diese Sätze wirken nach seinem Tod nun besonders eindringlich.

Weingut in Neuseeland blieb sein Rückzugsort

Trotz seiner internationalen Karriere lebte Sam Neill nie als lauter Hollywoodstar. Geboren wurde er 1947 in Omagh in Nordirland, als Kind zog er mit seiner Familie nach Neuseeland. Dort lag später auch sein Lebensmittelpunkt.

Auf der Südinsel betrieb er das Weingut Two Paddocks und zeigte im Netz oft Tiere, Reben und seinen trockenen Humor, wie Bild berichtet. Neill hinterlässt drei leibliche Kinder, eine Stieftochter und mehrere Enkelkinder. Mit ihm verliert das Kino einen Darsteller, der große Rollen mit stiller Präsenz füllen konnte.